Fest ohne Grenzen, kreativ gegen Rechts

Beginnen werde ich mit dem „Fest ohne Grenzen, kreativ gegen Rechts“. Das war genau vor einer Woche. Superschönes Fest mit tollen Gesprächen und mit Folklore wie jedes Jahr. Und vielen Besuchern. Kulinarische Köstlichkeiten, aus allen Herren Ländern. Die Krefelder Politik war anwesend, ausser die von der CDU und von der FDP.

Ein Schelm wer da böses bei denkt.

Der Infostand war nur möglich durch die Unterstützung des Duisburger Piraten Armin Wittrin, und dem Neusser Harald Franz. Aus Krefeld bekam ich Unterstützung von Metin Kiralp.

Diesmal begeisterten wir die Kinder mit Popkorn und dem falten von Seenotrettungsschiffchen.

 

Das effektivste Gespräch führte ich mit einem Menschen der im Samtweberviertel lebt.

http://samtweberviertel.de/samtweberei/wohnen-im-denkmal/

Bei einem frisch gerösteten und aufgebrühten eritreischem Kaffee, begann das Gespräch mit der Frage: “ Wie euch Piraten gibt es noch?“

Nach Aufklärung das wir als Piratenpartei weiter arbeiten, und das wir seit 2014 in vielen Kommunalparlamenten sowie Stadträten und in Ausschüssen sitzen und unsere piratige Arbeit fortsetzen.

Der Mensch aus Krefeld, eröffnete mir dann, das er die Arschl…… für Deutschland gewählt hat, aus Protest gegen Merkels Politik.

Ich fragte ihn, ob er denn das Wahl- und Grundsatzprogramm dieser rechten Partei gelesen hat? Beantwortete er mit: „Nein.“

Da ich als Kommunalpolitikerin mich auch mit den Arschl…. für Deutschland beschäftigen musste, konnte ich dem Herrn einige Punkte aus deren Programm darlegen.

Noch war er uneinsichtig.

Nachdem ein Nachbar von dem Herrn auch noch Aufklärungsarbeit geleistet hat, nämlich mein Parteikollege Richard Grüll, @seidenstadpirat, konnten wir ihn gemeinsam davon überzeugen, das dies der falsche Weg ist, eine menschenwürdige Politik an zu streben.Und der bessere Weg die Piratenpartei ist.

Der Krefelder leistete eine Unterstützungsunterschrift für die Europawahl und der Piratenpartei.

Seine Aussage, das die Piratenpartei dann doch die bessere Alternative für die Politik in Deutschland und Europa ist, macht mich stolz.

Gute Gespräche die ein paar Minuten dauerten mit einigen Krefelder Persönlichkeiten, wie Tagrid Yousef, ihres Zeichens Leiterin des Komunalen Intergrationszentrum sowie mit Oberbürgermeister Frank Meyer habe ich führen können. Diese Gespräche gaben mir das Gefühl in der Krefelder Politik ernst genommen zu werden.

Aus der Kulturzene sprach ich mit Karin Mast. Karin ist Jazzsängerin und wir sind mittlerweile befreundet, und haben auch schon gemeinsam gegen Monsanto und Glyphosat in Krefeld demonstriert.

Auch unterstützen wir beide die BGE Initiative in Krefeld.

Ausserdem war Jenny Latz am Stand der Piratenpartei, sie ist sehr aktiv, früher sogar beruflich in der Intergrations- und Migrationsarbeit.

Ausserdem schreibt sie Bücher und berät zum Thema Alopecia Areata. ( Kreisrunder Haarausfall). Hier geht es zu ihrer Webseite.

https://www.haircoaching.de/

Alles in allem ein gelungener Tag auch für die Piratenpartei Krefeld. Die Seidenstadtpiraten sind in den sozialen Netzwerken, wie facebook und twitter zu finden.

 

 

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Ist die Pflege noch zu retten? Nachlese zu Maibritt Illner Talkshow

Ich habe es mir nicht bis zum Schluß angesehen. Den Vermittler von Pflegekräften für den Haushalt habe ich mir geschenkt.

 

Aber alles andere davor habe ich mir angetan.

Ich war enttäuscht.

Ja ich weiß der größte Teil der zu Pflegenden wird von Angehörigen ( meistens Frauen) betreut und gepflegt. Manchmal auch in Zusammenarbeit mit einem Pflegedienst. Auch finde ich es wichtig, das Pflegende Angehörige einen bessere finanzielle Unterstützung bekommen sollten.

Aber gleiches Geld für gleiche Arbeit?

Professionelle Pflege und Angehörigen Pflege können nicht gleichwertig bezahlt werden.

Eine Angehörige meinte: „Es ist alles ganz einfach. Ich schaue mir auf Youtube dementsprechende Videos an, zum Beispiel für besondere Handgriffe.“

Wie bei der Mobilisation aus dem Bett in den Rollstuhl? Oder wie sterile Wundverbände gemacht werden?

Wie der Umgang mit Menschen die unter Demenz leiden, sein sollte?

Durch Youtube Video zur professionell pflegenden Angehörigen, die das Gleiche Gehalt bekommt, wie eine staatlich examinierte Fachkraft?

Also dafür habe ich nicht mit Mitte dreißig 3 Jahre die Schulbank gedrückt.

Wenn das so kommt, werde ich meine Examen abgeben.

Ich bin immer dafür gewesen das pflegende Angehörige eine Art finanzielle Anerkennung bekommen müssen. Etwa ein Pflege BGE. Rentenanwartschaften befürworte ich auch, aber gleiche Bezahlung wie die professionelle Pflege lehne ich ab.

 

Als dann die Pflege zu Wort kam, gab der Azubi Herr Jorde wieder sein Bestes. Er wird von den Medien gepusht, und eingeladen. Ja er hat den Mund an den richtigen Stellen mal wieder aufgemacht.

Aber es fehlten mir Menschen wie Franz Wagner vom DPR ( Deutscher Pflegerat )

http://www.dc-gpflege.de/presse/items/497.html

oder der Vorsitzende der ersten Pflegekammer Rheinland Pfalz, Markus Mai.

https://www.pflegemagazin-rlp.de/?gclid=EAIaIQobChMI1fuBjJyh2wIVDJSyCh33WQF1EAAYASAAEgIdofD_BwE

Oder auch jemand aus der Pflegewissenschaft.

Das sind Menschen die dem Bundesgesundheitsminister Jens Spahn den richtigen Weg aufführen könnten.

Andreas Westerfellhaus Pflegebeauftragter der Bundesregierung hat ja auch schon Ideen, die aber nicht greifen werden.

Die 5000 Euro Aufwrackprämie wird keine Wirkung zeigen und verführt in meine Augen zum Missbrauch.

“ Hallo komme aus dem #Pflexit, ich bekomme jetzt 5000 Euro.“

Nach einem halben Jahr kommt dann die Kündigung, unter Umständen, und was ist dann mit den 5000 Euro?

Und bekommt die Pflegefachkraft beim nächsten Arbeitgeber wieder 5000 Euro? Wenn sie sagt: “ Ich komme aus dem #Pflexit.“

Es müssen einfach nur bessere Arbeitsbedingungen her. Und bessere Vereinbarung von Familie und Beruf. Verlässliche Dienstpläne, und ein wirklich besseres Gehalt. Einheitliche Tarifverträge, auch für kirchliche und private Heimbetreiber. Und vor allem eine Lohnausgleich zwischen Pflegefachkraft Ost und West.

Der nächste Schritt sollte dann die Generalistik sein, damit die Gesundheits- Kranken- Kinderkrankenpflege und die Altenpflege gleiches Gehalt bekommen können. Was eigentlich schon längst hätte passieren müssen.

Denn der Job als Pflegefachkraft ist in jedem Bereich der Pflege gleich.

Nur nicht im Bereich professionelle Pflege und Laienpflege von Angehörigen.

 

 

Staatssekretär Andreas Westerfellhaus Pflegebeauftragter der Bundesregierung tritt seine Arbeit an

Die erste Pressekonferenz für Andreas Westerfellhaus ist vorbei.

Mit deutlichen Worten erklärte er sich und seine Sicht auf den #Pflegenotstand.

Dies ist auch eine Sicht von der Basis denn Andreas Westerfellhaus kommt ursprünglich aus dem Intensivpflegebereich. Auch ein Bereich wo es ständig eng wird für manches Menschenleben. Zu viele Überwachungspatienten für zu wenig Fachpersonal.

Leider ist dies aber in allen Bereichen der Pflege zu beobachetn, von der Kinderkrankenpflege über die Altenpflege, bis hin zu der Hebammenversorgung in Deutschland.

Dazu fehlt natürlich Geld im System, Geld welches gehortet wird um den demografischen Wandel und seine Folgen ab zu fangen.

Dazu gehören die überschüssigen Gelder bei den Krankenkassen sowie für den Pflegeversorgungsfond.

Andreas Westerfellhaus nahm Jens Spahn dazu schon den Wind aus den Segeln.

Auch in einem anderen Punkt sprang er mit einer guten Idee ein.

Die Pflegeversicherung und die Krankenversicherung springen bei Pflegebedürftigkeit ein, des ist eine Teilkaskoversicherung.

Für Jens Spahn kein Problem.

„Denn auch die Angehörigen von Pflegebedürftigen könnten ja finanziell anspringen , wenn das Geld für menschenwürdige qualitätssichere Pflege fehlt.“

Dabei zahlen schon viele Menschen die in Pflegeeinrichtungen betreut werden aus eigener Tasche dazu.

Dem widerspricht Andreas Westerfellhaus auch. Denn für die Zukunft wäre eine Vollkaskoversicherung von Nöten.

Diese Änderungen will er herbei führen.

Ich bin guter Dinge und hoffe für Andreas Westerfellhaus, das er seine Ideen umgesetzt bekommt.

Damit wäre der Pflege geholfen, und den Pflegebedürftigen, was immer sie benötigen.

Beitragsbild vom Deutschen Pflegetag 2018 nach eine guten Gespräch mit Andeas Westerfellhaus

https://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/pflege/article/961805/pflegebevollmaechtigter-westerfellhaus-setzt-vollkasko-pflege-agenda.html

#Habemus Gesundheitsminister

Kommentar zum Interview Jans Spahn und die IPV ( Industrie-Pensions-Verein e. V.)

http://www.ipv.de/Interview-Jens-Spahn.324.0.html

 

Unser neuer Gesundheitsminister Jens Spahn hat ja Erfahrung als Gesundheitspolitiker sammeln dürfen. Und er ist der Pharmaindustrie zugewandt sowie dem Klinkbetreiber der Rhönkliniken. https://de.wikipedia.org/wiki/Rh%C3%B6n-Klinikum

Also  kennt er auch die Situation in der Pflege.

Aber wird er den großen Wurf landen und so schnell wie möglich die Gegebenheiten in der Pflege massiv ändern?

Ich las nun dieses Interview, und was soll ich sagen?

Hier riecht es ganz schlimm nach Stillstand.

„Die Bürgerversicherung ist ja vom Tisch, erzählt er, und das sei gut so.

Wir haben doch den Pflegefonds, da wird weiter gespart damit auch zukünftige Generationen die der Pflege bedürfen, abgesichert sind.

Jedes Jahr kommen doch 1,2 Milliarden dazu, und damit lässt sich ein Polster aufbauen.

Außerdem hat die private Pflegeversicherung sehr viel Zuspruch und die Menschen zahlen ein, denn sie wissen das ohne die private Pflegeversicherung nicht genügend finanzielle Mittel zu Verfügung stehen.“

Er kennt aber nicht wirklich die soziale Lage der meisten Menschen in unserem Land, Kinderarmut, Altersarmut, Hartz4 System.

Diese Menschen haben kein Geld um sich privat ab zu sichern, ja die Babyboomer Generation ist die Nächste die pflegebedürftig wird, und der demografische Wandel wird sich massiv bemerkbar machen.

“ Angestrebte Verbesserungen in der Pflege will er umsetzten. „

Aber bitte welche sind dies denn nun, und wie lange müssen wir noch darauf warten?

Der PFLEGESEKTOR brennt JETZT in diesem Moment. Und da hat auch Jens Spahn seinen Anteil dran, als ehemaliges  ordentliches Mitglied im Ausschuss für Gesundheit.

Dort war er mehrer Jahre Mitglied bis Juli 2015.

Der Kampf um bessere Bedingungen und bessere Bezahlung in der Pflege wird sich weiter hinaus zögern. Und es werden wieder Pflegekräfte den #Pflexit machen, weil sich wieder nichts ändert.

 

 

 

 

Krawatte

So heute könnte den Pflegekräften endlich der Kragen platzen, und noch mehr den #Pflexit ins Auge fassen.

Die Krankenkassen/Pflegekassen titulieren heute, alles gar nicht so schlimm.

Alles im grünen Bereich, die Pflege muss sich den Gegebenheiten anpassen.

https://www.bibliomed-pflege.de/alle-news/detailansicht/34302-kassen-relativieren-pflegenotstand/

Ehrlich, wer sitzt dort, warm und trocken an Schreibtischen?

Fahrt und geht mal wirklich mit in die Pflege.

Zum Beispiel bei einem ambulanten Pflegedienst, die mit ihren Autos durch die Städte oder übers Land jagen.

Sie werden geblitzt, weil sie Zeit rausschinden müssen. Um wieder pünktlich beim nächsten Patienten zu sein.

Das Protokoll müssen sie selbst zahlen. Auch wenn der Zeitdruck vom Arbeitgeber kommt.

Pflegekräfte stürmen in die warmen Wohnungen der Patienten,verrichten das Nötigste  um dann wieder raus in Schnee und Regen zu laufen, in dieser Jahreszeit.

Da sind Krankheitstage vorprogrammiert.

Oder mit der examinierten Kraft, die mittlerweile über die Flure joggt auf Station. , und mitunter über 17 km pro Dienst herauskommen.

Wenn am einen Ende der Station die Arbeit verrichtet ist, fängt sie direkt am anderen Ende wieder an. Und Pause ohne was zu trinken oder essen alles im Stechschritt und nach Stechuhr.

In der Übergabe hatte ich oft Kopfschmerzen, weil weder Zeit zu trinken noch zu essen war. Und mal aufs WC ? Keine Schnitte.

Das ist Arbeit am und mit Menschen, da muss die Menschenwürde doch vorrangig sein.

( Siehe letzten Blogtext, zum Thema Menschenrechte im Alter UN Menschenrechtscharta)

Das wir mit Menschen wie am Fließband arbeiten, haben die Pflegekräfte schon 1997 fest gestellt, und protestiert. Ich war selbst dabei.

Wir haben gewarnt, das die Teilkaskoversicherung uns in der Pflege den Hals bricht.

Es sollte sich doch ändern. Nicht mehr trocken, sauber, satt.

„Die Leistungen der Pflegeversicherung werden immer weiter erhöht – und trotzdem reicht das den Deutschen nicht. Sie haben die Pflegeversicherung missverstanden.“

So heute die FAZ. Das die Zahl der Pflegebedürftigen gestiegen ist, und die Pflegeversicherung die nun mehr in Anspruch genommen wird, kommt da nicht in den Sinn.

Bundesgesundheitsminister Gröhe hat doch dafür gesorgt, das mehr pflegebedürftige auf den Markt strömen. Die Folge es wird mehr Pflegegeld  in Anspruch genommen.

Auch gibt es viele Menschen die Hilfe brauchen, und sie aus Scham nicht in Anspruch nehmen.

Und Pflege macht schon seit vielen Jahren darauf aufmerksam, das es nicht rund läuft.

Es müßte viel mehr mit der Pflege geredet werden als über sie. Informationen aus erster Hand einholen, und nicht die Informationen vom MDK, Krankenkassen und Pflegekassen.

http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/die-deutschen-haben-die-pflegeversicherung-missverstanden-15428307.html?GEPC=s2

 

 

Menschenrechte im Alter Deutsches Institut für menschenrechte UN Arbeitsgruppe

 

Die 8. Sitzung der UN-Arbeitsgruppe zu den Rechten Älterer fand vom 5. bis 7. Juli 2017 in New York statt.

Anmerkung, die kursiv geschrieben Bereiche sind meine Worte !

Der einzelne Mensch muss als Rechtsträger_in im Mittelpunkt staatlicher Politik stehen.

Dass Menschen in verletzlichen Lebenslagen nicht diskriminiert werden und die Möglichkeit eines selbstbestimmtes Leben zu haben.

Hier wird ein zukünftiges menschenrechtliches Instrument zum Schutz älterer Menschen diskutiert und erarbeitet.

Umfang und Dimensionen der Diskriminierungsverbote

Jedes einzelne Recht, vom Wahlrecht bis zum Recht auf Wohnen, muss diskriminierungsfrei für alle gewährleistet werden.

Schon heute fehlen in vielen Kommunen seniorengerechte/ behindertengerechte Wohnungen,sowie barrierefreie Zugänge zu Institutionen wie z. B. Bürgerbüros. Die öffentlichen Verkehrsbetriebe sind auch nicht auf die wachsende Zahl von Menschen mit Einschränkungen im Alter eingestellt. Zum Beispiel werden Rollstuhlfahrer ob jung oder alt, oft nicht transportiert, weil Straßenbahnen und Busse nicht auf den Transport von Rollstühlen und auch Elektromobile ausgestattete sind.

Beim Wahlrecht sind auch Veränderungen von Nöten. Zum Beispiel, ein Mensch der unter Demenz leidet und unter Betreuung steht, hat so gut wie sein Wahlrecht verwirkt.

Aber Wahlunterlagen der Menschen mit Demenz werden bis in Senioreneinrichtungen geschickt, und wer füllt sie dann aus, wenn der Mensch mit Demenz es nicht mehr kann?

Der Sozialarbeiter in der Einrichtung? Die Angehörigen mit Betreuungsvollmacht?

Hier müssen neue gesetzliche Regelungen herbei geführt werden.

Auch der Pflegenotstand und die fehlenden Fachpflegekräfte bergen eine Gefahr im Alter.Hier muss schnellsten gehandelt werden. Bessere Arbeitsbedingungen und ein höherer Lohn sowie Weiterbildungsmöglichkeiten für Pflege bzw. Fachpflegekräfte müssen ermöglicht werden. Vielleicht gewinnt der Staat so seine Fachpflegekräfte die den Austritt aus dem Beruf ( #Pflexit) vollzogen haben, zurück.

Der Staat als Menschenrechtsadressat darf selbst nicht diskriminierend handeln (Achtungspflicht), er ist verpflichtet, vor Diskriminierung durch private Dritte wirksam zu schützen (Schutzpflicht; dazu gehört auch die Verpflichtung zum Erlass wirksamer Antidiskriminierungsgesetze), und er muss Verfahren und Institutionen bereitstellen, damit Menschen ihren diskriminierungsfreien Zugang zu den Rechten auch tatsächlich wahrnehmen können (Gewährleistungspflicht)

Alleine die Missachtung des Pflegenotstandes der sich schon seit Jahren abzeichnet, und das Nichthandeln der Politik und der Gesellschaft schafft Diskreminierung im Alter.

Maßgebliche Antidiskriminierungs-Normen und Lücken in Deutschland

Das Diskriminierungsverbot umfasst dabei vor allem zwei große Anwendungsbereiche, einerseits das Arbeitsleben und andererseits zivilrechtliche Schuldverhältnisse, die Massengeschäfte darstellten, sowie privatrechtliche Versicherungen.

Alte bis hochaltrige Menschen werden in vielen Dingen eingeschränkt oder können gar nicht teilhaben. Die Diskreminierung fängt schon an, das ein barrierefreier Zugang zum Hausarzt fehlt. Oder ins Theater. Bei Versicherungen werden oft Lebensversicherungen im Alter nicht mehr abgeschlossen. Zudem wurde in Deutschland die Riesterente sowie eine private Pflegeversicherung eingeführt auf die Menschen über 60 Jahre kaum Zugriff haben.

Die Kreditwürdigkeit von verenteten Menschen wird auch oft angezweifelt und einen Kredit, um zum Beispiel eine gut ausgestattete seniorengerechte Wohnung zu kaufen, werden verweigert.

Auch wenn der Rentner über gute finanzielle Ausstattung verfügt.

Weiterhin ist der Schutz vor Diskriminierung aufgrund des Alters grundsätzlich auch über den allgemeinen Gleichheitssatz des Art. 3 Abs. 1 GG gegeben, allerdings ist die Rechtsprechung diesbezüglich nicht gefestigt. Insbesondere wird das Merkmal „Alter“ nicht im Diskriminierungsverbot dieses Artikels aufgezählt. Auf europarechtlicher Ebene hingegen wird „Alter“ im Diskriminierungsverbot des Art. 21 der Grundrechte-Charta explizit erwähnt.

Zudem fallen einige ältere Menschen unter den Schutz der UN Behindertenrechtskonvention (UN-BRK), welcher teilweise weitreichender ist.

Allerdings zeigt der neue Teilhabebericht der Bundesregierung, dass bereits bei der Gruppe der hochaltrigen Menschen (über 80 Jahre) bloß 50 Prozent unter den Schutz der Behindertenrechtskonvention fallen.

Die Menschen die im Alter einen Schwerbehindertenausweis besitzen. Oft wissen unsere Menschen im Alter nicht welche Wege und Anträge gestellt werden können und wo. Diese Menschen brauchen mehr Unterstützung von Staatsseite aus.

Hier muss viel Aufklärungsarbeit geleistet werden.

Eine weitere Barriere zeigte sich für ältere Menschen in vulnerablen Situationen, beispielsweise in der Pflege, denen der Zugang zu individueller Rechtsdurchsetzung besonders erschwert ist. Um hier einen Ausgleich zu schaffen, könnte die Einführung eines Verbandsklagerechtes hilfreich sein.

Zu Pflegende prangern sehr selten Institutionen , die ihnen Hilfestellung im täglichen Leben leisten, an.

Sorge vor Repressionen und Verlust der Betreuung und Pflege halten sie davon ab.

Hier wäre es auch enorm wichtig Abhilfe zu schaffen.

Diskriminierungserfahrungen im Bereich des Arbeitslebens, insbesondere auch der Arbeitssuche, der ehrenamtlichen Tätigkeiten, im Bereich des Zugangs zu Finanzdienstleistungen und der Gesundheitsversorgung erleben. Jedenfalls diese Lebensbereiche müssten daher von einem Diskriminierungsverbot umfasst sein.

Das Diskreminierungsverbot muss auf dem schnellsten Wege erarbeitet und beschlossen werden.

Das Recht Älterer auf Freiheit von Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung

Ältere Menschen befinden sich im Vergleich zu anderen Altersgruppen überproportional häufig in der Situation von Pflege- und Hilfebedürftigkeit oder Isolation aufgrund eingeschränkter Mobilität, daraus entstehen Abhängigkeiten. Dies sind verletzliche Lebenslagen, die zu menschenrechtlichen Gefährdungssituationen im Hinblick auf den Schutz vor Misshandlung und Gewalt sowie zu willkürlichem Freiheitsentzug führen können.

Hier arbeitet die Pflegewissenschaft seit Jahren auf Hochtouren, als Beispiel hier die körpernahe Fixierung. Durch den Werdenfelsener Weg [1] sind die körpernahen Fixierung nicht mehr notwendig. Die medikamentöse Fixierung würde durch mehr und gut ausgebildetes Personal eingedämmt werden, oder sogar vermieden werden.

[1] https://de.wikipedia.org/wiki/Werdenfelser_Weg

Unter den Misshandlungsbegriff fallen dabei nicht nur beabsichtigte Gewaltakte, sondern auch Gewalt in Form von Vernachlässigung, unzureichender Versorgung mit Nahrung und Flüssigkeit sowie unzureichender hygienischer und medizinischer Versorgung. Von Gewalt kann man auch sprechen, wenn im Pflegealltag Medikamente ohne Einwilligung der Betroffenen verabreicht werden.

Hier muss wieder der Pflegenotstand genannt werden, die WHO schreibt es schon seit Jahren.

In Dauerpflegeeinrichtungen in Deutschland bekommen die Menschen zu wenig zu Trinken und zu Essen. Die Gewinnmaximierung in diesem Bereich ist für die Geldgeber ein großes Anliegen. Doch der Mensch der auf Hilfe und einen menschlichen Umgang angewiesen ist, leidet.

Im Jahr 2017 wurde von Seiten der Bundesregierung und des Ressorts Gesundheitspolitik verkündet, dass nach Einwilligung der Betroffenen Medikamententests durchgeführt werden sollten, an Menschen mit Demenz.

Natürlich gab es von Seiten der Pflegeprofession und der Bevölkerung einen Aufschrei. Zu Recht!!

Arten von Gewalt gegen Ältere, von Misshandlung und Vernachlässigung Älterer in Deutschland

Eine mögliche Definition der Gewalt gegen ältere Menschen ist laut der Weltgesundheitsorganisation „eine einmalige oder wiederholte Handlung oder das Unterlassen einer angemessenen Reaktion im Rahmen einer Vertrauensbeziehung, wodurch einer älteren Person Schaden oder Leid zugefügt wird“.

Es handelt sich um

– körperliche Misshandlung

– psychische Misshandlung

– sexuelle Misshandlungen

– verbale Aggression

– pflegerische Vernachlässigung

– emotionale/psychosoziale Vernachlässigung

– finanzielle Ausbeutung, vermeidbare Einschränkung der Freiheit, Handlungs- und Entscheidungsautonomie

    • institutionelle/strukturelle Gewalt in Pflegeeinrichtungen.

Fett geschrieben eine Anmerkung von mir: Institutionelle/Strukturelle Gewalt wird dann ausgeübt, wenn Menschen gezwungen werden, zu festgelegten Uhrzeiten oder Wochentage zu essen bzw. zu duschen. Auch wenn der zu Betreuende oder zu Pflegende Mensch es verweigert.

Zur Gewalt in der häuslichen Pflege meint die Politik in Deutschland , dass aus dem Bereich Kinder- und Jugendschutz viele brauchbare Maßnahmen und Eingriffsmöglichkeiten übernommen werden könnten.

Hier wird vom Staat zuwenig Hilfestellung und  Aufklärung für pflegende Angehörige geleistet..

Auch die finanzielle Unterstützung des größten Pflegedienstes in Deutschland, den pflegenden Angehörigen lässt sehr zu wünschen übrig.

Oft gehen schon Jungendliche in Pflegeleistungen bei Oma, Opa, oder Tante und Onkel.

Hier sind Mediation und die Schaffung von Auszeiten für pflegenden Angehörigen immernoch nicht adäquat aufgestellt.

Pflegende Angehörige laufen auch noch Gefahr in die Altersarmut zu rutschen, weil Pflegezeiten nicht auf die Rente wie bei der Kindererziehung angerechnet werden. Hier ist auch Nachholbedarf und es gibt zu viele Gesetzeslücken die zu schließen sind.

Schutz vor willkürlichem Freiheitsentzug

Die Gründe, die zu freiheitsentziehenden Maßnahmen führen, sind sehr unterschiedlich und reichen von bevormundendem Fürsorgeverständnis über mangelnde Aufklärung bis hin zu unzureichendem Personalschlüssel.Einerseits muss die Information verbessert werden, da in der Gesellschaft großes Unwissen besteht, was unter Gewalt gegen Ältere zu verstehen ist.

.Schon das Duzen von Pflegebedürftigen in Institutionen ist Diskreminierung. Nur bei gengenseitigem Einverständnis ist dies menschenwürdig.

Ein Beispiel aus meiner Zeit in der Pflege:

Die Damen der Station sitzen nach der Morgenpflege und dem Frühstück im Stationsflur und lesen Zeitung stricken oder dösen vor sich hin.

Eine Kollegin stellt sich vor die Bewohner mit einem imaginärem Maschienengewehr und brüllt laut: „ dadadaddam, ihr ward heut morgen alle viel zu larmarschig.“

Die Bewohnerinnen die vor sich hindösten schrieen auf, weinten und klagten.

Ich habe die Situation gemeldet und ich wurde danach gemobbt, so das ich die Arbeitsstelle aufgeben musste. Die Gewlat in der Pflege hat viele Gesichter.

Präventionsmaßnahmen

Ein spezifischer Gewaltbereich erfordert auch eine spezifische Prävention. Einhellige Meinungen der Teilnehmenden waren, dass die Präventionsmaß-nahmen verstärkt werden müssen, um den Schutz vor Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung Älterer (in der Pflege) zu erhöhen.

Hier muss massiv gegen den Pflegenotstand gearbeitet werden. Ärzte, Richter, Pflegekräfte, Begutachter des MDK müssen da adäquat geschult und weitergebildet werden. Um Missstände und Gewalt an älteren Menschen zu vermeiden.

Präventive Gespräche, Mediation, Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige und Pflegekräfte müssen geschaffen werden.

Zugang zum Recht – Beschwerdemanagement

Die bestehenden Möglichkeiten des Zugangs zu Beschwerde- und Rechtsschutzmöglichkeiten sind nicht ausreichend. Es wurden die Schaffung von Ombudspersonen in den Pflegeheimen sowie von den Pflegeinstitutionen unabhängige Beratungs- und Beschwerdestellen eingefordert.

Diese Stellen werden bisweilen jedoch politisch noch nicht unterstützt. Die Lage in Deutschland gestaltet sich diesbezüglich bundesweit sehr uneinheitlich.

. Zum Schutz unsere Pflegebedürftigen und alten Menschen, müssen Beratungs- und Beschwerdestellen von der Politik eingerichtet werden.

Doch auch die Pflegekräfte in der stationären Pflege belasten ihre Kolleg_innen als Täter_innen nur ungern und in geringem Ausmaß. Viele fürchten sich vor Ausgrenzung, Mobbing oder Kündigung. Anhand der Vorverfahren zum Urteil des EGMR im Fall Heinisch vs. Deutschland vom 21.07.2011 ist zu erkennen, dass der arbeitsrechtliche Schutz von Whistleblower_innen in der Pflege in Deutschland nicht ausreichend ist. Daher ist eine weitere Maßnahme, auch die Pflegekräfte darin zu beraten, wie und mit welcher

Unterstützung sie Missstände aufdecken können. Zudem müssen mehr Möglichkeiten geschaffen werden, Missstände anonym auf- und anzuzeigen.

Der Schutz von Whistleblowern aus dem Bereich der Hilfe und der Pflege ist schon lange eine Forderung. Viele Arbeitgeber in der Pflege drohen ihren Mitarbeitern mit Kündigung wenn sie Missstände öffentlich machen.

Es muss eine Institution geschaffen werden, in welcher die Pflegenden anonym ihre Beobachtungen melden können. ( Siehe mein Beispiel aus der Praxis weiter oben).

Es gibt keine einheitliche Definition und auch keinen einheitlichen menschen- rechtlichen Standard , der den Schutz Älterer vor Gewalt, Misshandlung und Vernachlässigung ausreichend regelt.

Eine Untersuchung der WHO habe gezeigt, dass einer von sechs Älteren über 60 bereits Gewalt erfahren habe. Das wären 141 Millionen Personen weltweit.

Das sind 141 Millionen Menschen zu viel, es ist hier geboten dringend gesetzliche Änderungen zu schaffen.

Die Menschenwürde ist unantastbar, Artikel 1 im Grundgesetz, dies gilt zur Zeit weder für alte Menschen, noch für Menschen mit Einschränkungen.

UN-BRK = UN Behindertenrechtskommision

EGMR Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte

WHO World healthorganisation, Weltgesundheitorganisation

Quelle

http://www.institut-fuer-menschenrechte.de/fileadmin/user_upload/Publikationen/Dokumentation/Dokumentation_Fachgespraech_Rechte_Aelterer.pdf

.

 

 

Robotik und Digitalisierung in der Pflege

Robotik und Digitalisierung  in der Pflege, Zukunftsmusik?

Nein, bereits mit großen Schritten geht es in die Zukunft.

Der Besuch auf der Medica hat mich angespornt. Dort wurde viele neue Techniken im Bereich Pflege sowie Betreung für Menschen mit Behinderungen vorgestellt.

[1] Link zu Robear unten im Anhang

„Robear“, er zum Beispiel kann zur Mobilisation vom Bett in den Rollstuhl eingesetzt werden. (Foto im Artikel ).

Also für die schwerste Arbeit in der Pflege insbesondere in der Altenpflege eingesetzt werden. Er gehört schon zur 3. Generation und hat viele Fähigkeiten. Ich habe schon mal bei twitter darüber geschrieben und erntete einen Shitstorm von Pflegekräften.

Warum? Ich weiß keine Erklärung.

Dabei ist die Digitalisierung und Robotik wahrscheinlich in Zukunft bitter nötig. Der Fachkräftemangel in den Gesundheits- und Pflegeberufen wird uns dazu zwingen. Wir dürfen nicht die Augen davor verschließen.

Ich wäre 2005 dankbar gewesen wenn ich einen Arbeitskollegen, also einen Roboter, als Unterstüzung in der Pflege gehabt hätte. Ich habe Menschen mit bis zu 120 kg manuell, also ohne technische  Hilfe aus dem Bett in Rollstuhl geschafft. Lifta gab es zwei für 98 Bewohner im Haus, bis ich den ran geschafft hatte, habe ich es so getan, wie oben beschrieben. MANUELL !!

“ Serviceassistent Casero 4″, ist ein Serviceroboter, er kann eingesetzt werden als Pflegewagen für das Pflegepersonal. Steuerung über einen touchscrean bzw. über ein Diensthandy. Oder als Serviceroboter für Patienten und Bewohner. Zum Beispiel um Snacks und Getränke ins Bewohner bzw. Patientenzimmer zu bringen.

Zu sehen hier: http://www.medlogistica.de/media/meta/Vortraege-2017/17_05/Serviceroboter-in-Kliniken_Der-intelligente-Pflegewagen-Casero-4.pdf

Aus dem Artikel von ITO [4]

„Autos fahren schon bald selbstständig, elektronische Helfer übernehmen die häusliche Pflege und in Fabriken arbeiten immer mehr autonome Roboter. Die weitere Entwicklung der nächsten Jahre und Jahrzehnte ist kaum vorhersehbar. Verschiedene Intellektuelle und Pioniere prognostizieren diesbezüglich unterschiedlichste Szenarien.“

Ich war vor ein paar Monaten bei einem Internetseminar der #NursIT, dort habe ich auch über Telemedizin mehr Informationen  bekommen, als ich schon hatte.

Heute „skypen“[5] Ärzte mit den Senioreneinrichtungen, um eine Art Visite durch zu führen. Unter Umständen werden Medaktion geändert.

Dies sollte der Arzt dann auch digital in der Akte des Patienten in der Senioreneinrichtung nutzen und vermerken können, damit es rechtlich abgesichert ist. Dies ist alles schon möglich, doch Deutschland hinkt hier, sowie in anderen Digitalen Bereichen hinter her.

Die Telemedizin kann auch dem Ärztemangel in ländlichen Bereichen entgegen wirken.

Heute werden schon in den Niederlanden Serviceroboter in der häuslichen Pflege eingesetzt, sie messen den Blutdruck, sie messen den BZ, sie erinnern den Pflegebedürftigen ans Trinken und die Medikamenteneinnahem..Die Daten werden digital an das Pflegeunternehmen bzw. den Arzt gesendet. Es ist schon so viel möglich.

Es gibt schon heute digitale Trinkbecher und Essensteller, die digital die Flüssigkeitsmenge sowie die Portion Essen ins digitale Essensprotokoll bzw. Trinkprotokoll  in eine Pflegeplanung einpflegen. Sie erkennen was und wieviel getrunken bzw. gegessen wurde.

Auch wurde auf der Medica ein Roboter vorgestellt der einem Menschen das Essen anreichen kann. Es sah zwar sehr ungewohnt aus, ist aber machbar. Sie können so programmiert werden, das sie zum Beispiel Rücksicht nehmen wenn der zu Betreuende eine Schluckstörung hat.

 

Hier zu Lande wird geforscht, ob eine Akzeptanz der zukünftigen Nutzer vorhanden ist.

„Mit dieser implizit formulierten Intention öffnet die Studie den Blick für gesellschaftliche Visionen und Bilder, in der die Pflegerobotik eine zentrale Rolle bei der Ausgestaltung der Lebensbedingungen für ältere und alte Menschen in hochtechnisierten Gesellschaften spielen kann und gegebenenfalls auch soll.“ [2]
Das Frauenhofer Institut forscht hier massiv. [3]
In den Niederlanden werden diese Serviceroboter in der häuslichen Pflege eingesetzt.
„Ik ben Alice“
Nur ein Trailer, den Spielfilm mit deutschen Untertitel kann gekauft werden.
Aus Itas… [6]
„Die Technology-Push-Perspektive weist ihrerseits zurück auf Annahmen
zum demografischen Wandel, welche darauf hinauslaufen, dass von einer großen Anzahl pflegebedürftiger Menschen und einer nicht mitwachsenden Anzahl von Pflegekräften in der Zukunft aus zugehen ist.
Der internationale Vergleich zeigt, dass der Pflegebedarf in Deutschland besonders stark zunehmen wird, weil hier die Gesellschaft am stärksten altert. Der demografische Wandel schaffe zum einen, finanzielle Probleme. Zum anderen droht nach Einschätzung der Forscher ein Engpass bei den Pflegekräften.“
[7] Forsa Umfrage zur Medizintechnologie

Service-Roboter oder Pflegeheim? Die Antwort der Deutschen ist eindeutig: 83 Prozent der Bundesbürger können sich vorstellen, einen Service-Roboter zuhause zu nutzen – wenn sie dadurch im Alter länger in den eigenen vier Wänden wohnen könnten. Das geht aus einer aktuellen Umfrage hervor, die das Meinungsforschungsinstitut forsa im Auftrag des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) anlässlich der Hannover Messe durchgeführt hat.

Diese Umfrage erfreut mich, Pflegekräfte sehen das wohl anders, aber so wird die Zukunft aussehen. Fotos zu einem Serviceroboter findet man im Artikel und den Link ( Medizintechnologie) dort hin, im Anhang.

Beitragsbild: Altes Plakat Design Reinhard Schaffert

Ein Statement zur Pflegekammer

Gestern tauchte auf facebook diese Super-Statement zur Pflegekammer auf. Vielen Dank an Jutta Hüsgen, das ich es in meine Blog setzten darf. Ausserdem findet ihr auch einige Kommentare dazu, allerdings ohne Namen.

Die Textpassagen sind im Original, darum bitte ich eventuelle Rechtschreibfehler außer Acht zu lassen.

 

….es ist verdammt schwierig, emotionslose und sachliche Darstellungen für/gegen die Pflegekammer in irgendwelchen Veröffentlichungen zu finden. (ein Versuch der Erklärung)

DAS liegt zum einen daran, dass die Konflikte schon extrem weit fortgeschritten sind, und zum anderen liegt es daran, dass Pflegekräfte -Arbeitnehmer in sozialen Berufen- „anders ticken“, als z.B. Mitarbeiter in metallverarbeitenden oder handwerklichen Berufen. Dieser Unterschied ergibt sich zwangsläufig naturgegeben aus den unterschiedlichen Arbeitsbedingungen und der Materie, mit der gearbeitet wird.

Jede Pflegekraft ist also aufgerufen, zunächst selbst ganz sachlich und emotionslos einmal zu überprüfen, WER genau für die Pflegekammer und WER genau gegen die Pflegekammer votet. Durch das Aufdröseln vom „WER“ ergibt sich das jeweilige „WARUM“ dazu dann von ganz allein .

Als nächstes muss man die Inhalte des „Für und Wider“ zur Pflegekammer im Einzelnen abwägen. DAS ist der schmerzliche Teil, denn unsere Bedürfnisse sind inzwischen sooooo sehr auf das Endergebnis

*mehr Personal und bessere Bedingungen

*mehr Anerkennung

*mehr Geld

gerichtet, dass die Grundlagen des Prozessmanagements oder Projektmanagements, die schlussendlich zum Ziel führen, völlig aus dem Blick verloren sind.

 

WER jetzt also meint, „Pflegekammer zum Nulltarif her = Problem gelöst“ , der ist falsch beraten. DAS geht übrigens auch mit keiner Gewerkschaft so.

Denn auf dem Weg zu unseren Zielen, geht es NUR MIT den mühseligen Grundlagen und kleinschrittigen Etappen, die DANN zum Ziel führen: (KLEINE Ideensammlung)

  1. Registrierung ALLER Pflegekräfte im Sinne der Berufsordnung:

*damit fallen die „schwarzen Schafe“ automatisch raus

*damit ist endlich ‚mal klar, WIEVIEL Pflegekräfte aktuell tätig sind

*damit formatiert sich glasklar eine riesige eigenständige Berufsgruppe

  1. Vergabe von Lizenzen und Zertifikationen

-damit entfällt die Verschleierung von nicht hinreichender Qualifikation

-bzw. jede Qualifikation wird nachweislich deutlich!, was auch zur

Aufwertung führt

-damit ist 1:1 nachweisbar, welcher Arbeitgeber die Quoten unterläuft

  1. Qualitätssicherung (im allumfassenden Sinn,inkl. Berufsstandards)

*Stellenplatzbeschreibungen (könnte zu mehr Stationshilfen führen)

*JEDE Pflegekraft MUSS zur Fortbildung (ohne FB ist eh ein NO-GO)

*damit entfällt, dass nur „Privilegierte“ Zugang haben

*Orga von Fort- und Weiterbildung für JEDEN

  1. Fachliche  und rechtliche Beratung der Mitglieder

-damit ist die INDIVIDUELLE Beratung unseres Berufes gesichert

  1. Beratung des Gesetz- und Verordnungsgebers

*mit einer GEBÜNDELTEN Masse an Menschen haben wir eine bessere Lobby

*…und sicherlich gibt es hier noch mehr gute Begründungen…

 

Die Crux, bzw. die Besonderheit am Pflegeberuf ist, dass immer fachspezifisch glasklare Forderungen / Anforderungen gestellt werden müssen, weshalb es dem einen oder anderen Politiker auf dem Weg zu einem Gesetz vlt. auch zu mühselig wird.

 

Aber erst, wenn WIR ALLE GEMEINSAM ein solch fachkompetentes Fundament dem Staat bieten können, ERST DANN werden wir auf dem Weg zum Erfolg sein…. wohlgemerkt >> „auf dem Weg sein“. Das geht jedoch nur, wenn wir uns alle verbünden / zusammenschließen. Unglücklicherweise ist das Wort „Pflege-KAMMER“ gewählt, was auch zu Irritationen führt und Angriffsfläche bietet. Denn der Begriff „Kammer“ entspricht dem allg. Verständnis nach eher dem System der freien Berufe, wie etwa Handwerkern.

Aber es soll doch völlig egal sein, wie wir es nun nennen: Fakt ist, wir müssen uns zusammenschließen….. und zwar mit dem eisernen Willen, ein o.g. Fundament zu schaffen.

Leider verhalten sich die einzelnen Berufsverbände selbst nicht so ganz zielführend, denn dass es zig-Stück davon gibt, ist irgendwie suboptimal. Aber mit der Bildung einer Bundespflegekammer gehe ich davon aus, dass ALLES unter einer Leitung vereint wird.

Es ist ein entstandenes „Naturgesetz“, dass wenn sich viele an der Basis einig sind, dass dann „Querulanten“ oder „Querschläger“ (oder ganz einfach Andersgesinnte) von oben weniger Macht haben, den Wünschen der Masse zu widersprechen.

Die Aktionen von Verdi in allen Ehren: aber es bietet keine LANGFRISTIGE Lösung unserer Interessen. Langfristig kommen wir nur zu unserem Recht/Ziel, wenn wir uns in einer „Pflegekammer“ (o. wie man es auch nennen mag) zusammenschließen.

Und DAS ist das Problem: (bitte jetzt nicht böse sein): fast jeder will sofort einen Erfolg OHNE jedwede Einbuße und Eigeninitiative (ist inzwischen auch weltweit ein wenig das „Credo“ unserer Zeitepoche). Das ist durchaus menschlich und verständlich, denn wir leiden schon viel zu lange und jeder hat mit Sicherheit schon im Rahmen seiner Möglichkeiten versucht, eine Besserung herbeizuführen und ist damit irgendwie am Limit.

Dann bleibt uns als Fazit also NUR der Zusammenschluss und das ist aktuell die Entscheidung FÜR eine Pflegekammer …. ALLERDINGS bundesweit.

PS: schick wäre es natürlich, wenn DANN am Ende „Pflegekammer“ und Gewerkschaft gemeinsame Sache machen würden … aber eins nach dem anderen.

 

 

Kommentare ohne Namen: Rechtschreibfehler außer Acht lassen bitte.

„ Bitte nicht falsch verstehen, ich finde es super, dass ihr die Welt verbessern wollt, nur dass die Fachkräfte dies alleine finanzieren sollen finde ich ein wenig ungerecht.“

„ Wollen Sie warten bis irgendjemand kommt und uns Geld gibt (soviel wir benötigen) oder haben Sie alternative Vorschläge?“

 

 

„Ja. Leider ist das so. Aber in keinem anderen Bereich kann man ohne finanzielle Einbußen derart an Personal sparen. Das heißt, wenn wir uns fremd finanzieren lassen, ob von den Arbeitgebern oder öffentlicher Hand, wird sich wahrscheinlich nichts an unserer Situation ändern. Und ganz ehrlich- ich finanziere lieber etwas selbst, was mir beruflich und auch privat weiterhilft als dass ich mich weiter fremdbestimmen lasse.“

 

„ Naja ich finde ihr macht euch das mit der Finanzierung zu einfach.“

„ Ich finde, du machst Dir das mit der Kritik zu einfach. Dagegen sein ist gut und schön, aber dann müssten auch umsetzbare Vorschläge von Seiten der Kammergegner in seiner jetzigen Form kommen. Klar wäre es vordergründig besser, sie wäre fair. Zustimmung in diesem Punkt! Aber wenn wir jetzt die Pflegekammer blockieren, weil es in kleinen Teilbereichen noch nicht perfekt ausgearbeitet ist (Stichwort Staffelung der Beiträge) blockieren wir uns selber. Manchmal muss man kleine Kröten schlucken, um das große Ganze zu erreichen.“

Ziel–> bessere Pflege am Patienten. –> dadurch bessere Arbeitsbedingungen für das Pflegepersonal

 

„Fairerweise sollte die Allgemeinheit an der Finanzierung beteiligt werden, was man theoretisch über die Pflegeversicherung machen könnte, nur ist der Weg wohl steiniger als sich über die Fachkräfte herzumachen.“

 

„ Das hieße den Bock zum Gärtner zu machen. Sowohl Pflegeversicherung wie auch die kommunale Selbstverwaltung haben keinerlei Interesse an steigenden Kosten. Die Finanzierung der Allgemeinheit täte tatsächlich Not, und wäre fair. Zustimmu…Mehr anzeigen

„ Keiner hat Interesse an steigenden Kosten, ist schon klar. Das haben die sich aufopfernden Fachkräfte aber auch nicht. Aber macht ihr mal 😉 Meine Meinung hab ich kund getan.“

„ Deine Meinung ja- bessere Lösungsvorschläge aber nicht. Ich fände es auch toll, wenn es eine andere Lösung gäbe, aber es gibt in unserem neoliberalistischen System wohl nichts anderes.“

„ Ich habe eine andere Lösungsmöglichkeit genannt, würde aber zu unbequem werden, verstehe schon. Naja Augen zu und durch… Claudia, was hast eigentlich gegen die Bayern Lösung?“

„Ja, wir machen mal. Befürworter wie ich werden kritisiert, was ja auch in Ordnung ist. Aber die Vorschläge der Kammergegner, wie auch von Dir, sind leider politisch nicht umsetzbar. Also in der Tat: „Augen zu und durch.“ Sonst grottet die Pflege weiter vor sich hin wie bisher: Und die Frage an Claudia muss sie natürlich selbst beantworten.“

Ich vermute, dass „wessen Brot ich esse, dessen Lied ich sing hinten rauskommen wird. “

„ Wie meinst du nicht, dass sich die freiwilligen Mitglieder in Bayern einbringen können? Gerade dort muss man sich beweisen.“

„Was ich gegen die Bayern-Lösung habe? Zum einen können die Verbände als Mitglieder nach ihrem Wunsch gestalten. Zum anderen hatte ich an anderer Stelle schon mal gesagt, dass bei einer Finanzierung über das Land die Frage bleibt, wieviel man gegen die Landespolitik sagen darf, bevor der Geldhahn zugedreht wird. Auch die Verpflichtung zur Fortbildung, die ich wichtig finde, weil damit auch die Arbeitgeber in die Pflicht genommen werden, würde wegfallen. Ich finde, ob bayrische Lösung oder keine, bleibt fast dasselbe- außer, dass Bayern sich jetzt fein auf die Schultern klopfen kann, weil sie die Pflegekräfte für die nächsten geschätzten 50 Jahre wieder in den bequemen Dornröschenschlaf geschickt hat. Das jetzt nur mal ganz kurz. Die Frage, möchte ich aber mal rumdrehen: was spricht für die bayrische Lösung und gegen eine Kammer? Und weißt du, wie hoch der Beitrag z.B. in RLP für eine Pflegefachkraft ist?“

„Ab wann wäre denn die Anzahl der freiwilligen Mitglieder groß genug, um die Legitimation zu erhalten, für die Pflege zu sprechen? Da der Beirat des Pflegerings (Vorsitzender durch Ministerielle bestimmt) quasi alles einkassieren können, ist die Selbstbestimmung im Pflegering de Facto ausgehebelt.

 

„ In welcher Form wird denn der Arbeitgeber in die Pflicht genommen werden können? Muss der Arbeitgeber die Pflichtfortbildungen umsetzen oder ist das Kammersache, die die Mitglieder selbst stemmen müssen?“

 

 

„ Dankeschön für dieses klare Statement und das Aufdröseln, ich hätte es so nicht hinbekommen.“

„ Ich werde es mal offline weitervertreiben :-)“

Ausschußsitzung Gesundheit, Senioren und Soziales

Ich bin sachkundige Bürgerin der Piratenpartei in Krefeld im Ausschuss Gesundheit Senioren und Soziales.

In der letzten Sitzung habe ich einen Sachstandsbericht im Thema “ Pflegekompetenzzetrum“ Krefeld Uerdingen verlangt, den ich auch bekommen habe.

Es hat mich negativ gestimmt.

Baubeginn soll Mitte 2018 sein.

In Krefeld fehlen Kurzzeitpflegeplätze, da ein Kurzzeitpflegeheim geschlossen hat.

Es fehlen Tagesklinikplätze sowie Nachtklinikplätze.

Im Pflegekompetenzzentrum sollten diese Plätze etabliert werden. Nun bekomme ich zu hören, das es eigentlich wieder nur Solitärplätze dort geben soll. Keine Tagesklinik bzw. Nachtklinik.

Krefeld hat hauptsächlich nur solitäre Kurzzeitpflegeplätze, und die Menschen die diese brauchen, stehen oft im Regen und müssen auf Kommunen ausserhalb von Krefeld zurück greifen.

Die Leitung des Fachbereiches Soziales, Senioren und Wohnen 503 / Seniorenservice und Altenhilfe, nahm mich am Ende der Sitzung beiseite und flüsterte: “ Also Frau Leurs, sie wissen doch die Pflegebedürftigen wollen so lange wie möglich zu Hause bleiben und schließlich werden dort Betreuungskräfte eingesetzt die gut angenommen werden.“

Weiterhin meinte sie: “ Ich habe meine demente Mutter bis zum Schluß gepflegt und betreut, das hat sehr gut funktioniert, mit Pflegedienst und Betreuungskraft.“

Ja, habe ich gedacht, mal wieder eine Angehörige von einem pflegebedürftigen Menschen, die es besser weiß.

Leider !!

Hier in der Stadt Krefeld, lässt man Nachfragen im Thema Seniorenpolitik oft links liegen.

Der demografische Wandel wird der Stadt auf den Kopf fallen, wenn sie den  Wandel  nicht im Blick halten.

Schon jetzt sind es zu wenige Tagesklinikplätze und wirkliche Nachtklinikplätze hält die Stadt nicht vor.

Obwohl seit dem 1.01.2017 mit dem Pflegestärkungsgesetz III mehr Menschen mit Demenz auf den Pflege- und Betreuungssektor strömen. Sie benötigen diese Betreuungs und Pflegeplätze, um die Angehörigen die betreuen und pflegen zu entlasten.

Viele pflegende Angehörige treten im Job kürzer um Tante, Mutter, Oma und Opa zu betreuen und zu pflegen.

Die Folge darraus ist, die Renteneinzahlungen werden gestoppt.

So laufen die pflegenden Anghörigen Gefahr in der Altersarmut zu landen. Wo sich schon jetzt viele pflegende Angehörige befinden.

Also werden Tages – und Nachtklinikplätze gebraucht, damit die pflegenden Angehörigen ihrem Beruf weiter nachgehen können. Nur eingestreute Solitärplätze sind da der falsche Weg.

Zum nächsten Ausschuß wird es dann wieder eine Anfrage bzw. Antrag von meiner Seite aus geben, im Thema Tagesklinik- und Nachtklinikplätze.

Neben mir im Ausschuss saß gestern die Drogen und Suchtbeauftragte der Caritas.

Wir haben über die Fachkraftquote gesprochen, ihre Antwort, die kann ruhig herabgesetzt werden, ihr wäre es egal, wer ihr den Hintern abwäscht.

Auf Nachfrage ob es dann bei der Medikamentengabe auch egal wäre, z.B. im Bezug auf BTM Medikamente, hat sie tatsächlich mit ja geantwortet.

Die einzigste positive Antwort war, das wir eh mehr auf Robotik und Digitalisierung in der Pflege setzten sollten.

Ja das wird die Zukunft werden, wenn sich nicht grundlegend die Sicht der Politik ändert, ob in Kommune, Land oder Bund.

Uns wird nicht anderes übrig bleiben als auf die moderne Technik in Zukunft zu setzten.

 

 

 

 

Infoveranstaltung Pflegekammer NRW

Am Samstag den 10.11.2017 bin ich in der Ausbildungsstätte für Altenpflege der ev. Kirche, in Essen gewesen.

Dort hielt der DBfK eine Infoveranstaltung für die Pflegeschüler ab. Sie wurden informiert und gebeten als Multiplikatoren in ihren Einrichtungen zu fungieren.

Thema: “ Pflegekammer“.

Die Moderatorin berichtete vom 3 Säulen Prinzip, nämlich Berufsverband, Gewerkschaft und Pflegekammer, um die Interessen der Pflege zu vertreten.

  • Bündelung der berufsständischen Interessen der Pflege, z. B. als Ansprechpartner für die Politik, durch fachliche Mitwirkung bei Gesetzgebungsverfahren oder durch Öffentlichkeitsarbeit
  • Erlass einer Berufsordnung
  • Empfehlungen zur Qualitätsentwicklung und -sicherung pflegerischer Berufsausübung
  • Führen eines Berufsregisters aller Pflegefachkräfte
  • Einsatz von Gutachten und Sachverständigen
  • Anwendung der bundeseinheitlichen Regelungen zur Berufszulassung, z. B. Abnahme von Prüfungen und Aushändigung der Berufsurkunde, Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse
  • Regelungen über Fort- und Weiterbildung
  • Beratung für Berufsangehörige bei juristischen, ethischen, fachlichen und berufspolitischen Fragen
  • Kammern vertreten keine fachlich motivierten, verbandspolitischen Aufgaben und können die Berufsverbände nicht ersetzen.
  • Sie haben keine Tarifautonomie, d.h. sie können nicht die Aufgaben der Gewerkschaften übernehmen.
  • Es ist nicht vorgesehen, dass die Pflegeberufekammer zukünftig die Altersversorgung der beruflich Pflegenden aufbaut.
  • Die Pflegeberufekammer übernimmt nicht die Aufgabe des „Pflege TÜVs“.
  • Sie verhandelt keine Gebührenordnungen.
  • Die Kammer berät den Gesetzgeber bei der Erarbeitung und Novellierung von Gesetzen. Sie kann keine Gesetze beschließen, aber bestimmte Verordnungen erlassen.

Mitglieder der Pflegeberufekammer wären alle Pflegefachpersonen, denen die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung (Altenpflegerinnen und Altenpfleger, Gesundheits- und Krankenpflegerinnen und -pfleger oder Gesundheits- und Kinderkrankenpflegerinnen und –pfleger) erteilt worden ist und die im jeweiligen Bundesland arbeiten.

Die Pflegeberufekammer wird überwiegend aus den Beiträgen finanziert, die von den Mitgliedern erhoben werden.

Das oberste Ziel einer Pflegeberufekammer ist es, eine fachgerechte und professionelle Pflege der Bevölkerung sicherzustellen.

Auf keinen Fall – der Pflegeberufekammer ist keine Rolle in der Tarifgestalltung zugedacht. Auch andere in den Heilberufekammern erfassten Berufe werden von ihren Gewerkschaften in Tarifbelangen vertreten, nicht von der Kammer.

Nein, das geht so gar nicht: die Berufsverbände erhalten von ihren Mitgliedern den Auftrag, sich für eine politische Entwicklung einzusetzen – z.B. für die Errichtung von Pflegeberufekammern. Folglich konzentrieren sich die Verbände auf dieses Ziel, weil das dem Votum der Mitglieder entspricht – und nicht, weil die Hoffnung besteht, in der Pflegeberufekammer aufgehen zu können. Das entspräche im übrigen auch nicht dem Vorgehen bei der Errichtung einer Pflegeberufekammer (siehe „Wie wird die Pflegeberufekammer eingerichtet?“)

Im Landtag wird über einen Gesetzentwurf zur Errichtung einer Pflegeberufekammer abgestimmt. Wird dieser befürwortet, wird ein Errichtungsausschuss eingesetzt, der mit den vorbereitenden Aufgaben befasst wird. Die vorbereitenden Aufgaben heißt in diesem Zusammenhang, die Arbeitsfähigkeit der Pflegeberufekammer herzustellen.
Das bedeutet, eine Satzung zu formulieren, die notwendige Infrastruktur vorzubereiten, die demokratischen Abstimmungsprozesse sicher zu stellen – mithin die Arbeitsfähigkeit der Pflegeberufekammer herzustellen.

In den Errichtungsausschuss werden Pflegende mit den Abschlüssen Altenpflege, Gesundheits- und Krankenpflege und Gesundheits- und Kinderkrankenpflege berufen. Der Errichtungsausschuss informiert die Pflegenden des jeweiligen Bundeslandes und leitet die Registrierung ein, um die Wahl der ersten Kammerversammlung vorzubereiten und durchzuführen. Nach der Wahl und mit der konstituierenden Sitzung der ersten Kammerversammlung ist der Errichtungsausschuss von seinen Aufgaben entbunden – die Pflegeberufekammer nimmt ihre Arbeit auf.

(DBfK)

Herr Karl – Josef Laumann ( Gesundheitsminister NRW) will nächstes Jahr eine Abstimmung unter den Pflegefachkräften etablieren, so eine Art Urabstimmung.

Denn die Pflegekräfte sind gespalten. Es wird, wenn es eine positive Abstimmung unter den Pflegekräften gibt, eine Pflichtverkammerung mit Pflichtbeiträgen.

Jede Pflegefachkraft wird durch die Arbeitgeber in der Pflege der Pflegekammer gemeldet, und dann per Pflicht Mitglied.Und es müssen Pflichtbeiträge bezahlt werden.

Ausserdem kann sich jede Pflegefachkraft in der Pflegekammer ehrenamtlich engagieren und somit direktes politisches Mitspracherecht erhalten.

In Rheinland- Pfalz arbeitet die Pflegekammer schon.

http://www.pflegekammer-rlp.de/index.php/lpflk-rlp.html

Dort werden sogar die Pflichtbeiträge per Mahnung eingefordert.

Die Infostunde in Essen warf für die Schüler im ersten Ausbildungsjahr Fragen auf. Die oben schon beantwortet sind.

Leider wussten die Schüler noch nicht was ein Berufsverband macht, sie wurden aufgeklärt.

Viele stellten sich die Frage um die eigenen Rechte durchzusetzten, reicht doch die Gewerkschaft Verdi, oder nicht?

Nein leider ist Verdi keine Spartengewerkschaft, dort sind alle Dienstleister engagiert.

Der Einzelhandel und der öffentliche Dienst sind hier stark vertreten, und viele mehr.

Die Pflege ist hier eine sehr kleine Sparte, und hat wenig Mitglieder. Sie sind dadurch nicht schlagkräftig genug.

Allerdings sind Arbeitnehmer in der Pflege bei kirchlichen Trägern oft nicht bei Verdi engagiert, da die kirchlichen Träger ihre eigenen Instrumente zur Findung der Tarife anwendet, hier der “ dritte Weg“ genannt.

ttps://www.diakonie-ark.de

https://www.caritas.de/glossare/arbeitsrechtliche-kommission

In kirchlichen Pflegeinrichtungen ist es den Pflegekräften zum Beispiel untersagt zu streiken.

Meine persönliche Meinung habe ich zur Pflegekonferenz im September 2016 im Landtag NRW gesagt.

https://www.piratenfraktion-nrw.de/2016/09/pflegekonferenz-missstand-der-pflege/

Die damalige Fraktion der #Piratenpartei im Landtag NRW war für eine Pflegekammer, aber nur wenn eine Urabstimmung vorher unter Pflegefachkräfte durchgeführt wird.

 Weitere Informationen zur Pflegekammer:

https://de.wikipedia.org/wiki/Pflegekammer

Berufsverbände Pflege aus dem Pflegewiki:

  • BAPP – Bundesinitiative Ambulante Psychiatrische Pflege e.V. Website
  • BeKD – Berufsverband Kinderkrankenpflege Deutschland e.V.
  • BFLK – Bundesfachvereinigung Leitender Krankenpflegepersonen in der Psychiatrie e.V.
  • BvPP – Bundesverband unabhängiger Pflegesachverständiger und PflegeberaterInnen
  • DBfK – Deutscher Berufsverband für Pflegeberufe
  • DBVA – Deutscher Berufsverband für Altenpflege
  • DFPP – Deutsche Fachgesellschaft Psychiatrische Pflege e.V. Website
  • DGF – Deutsche Gesellschaft für Fachkrankenpflege und Funktionsdienste e. V.
  • DPV – Deutscher Pflegeverband e.V.
  • DBOTA – Deutscher Berufsverband Operationstechnischer Assistenten

Als Dachorganisation vieler Pflegeverbände:

  • DPR – Deutscher Pflegerat

Gewerkschaften:

Förderverein NRW Pflegekammer:

http://www.pflegekammer-nrw.de/

 

 

Die Lizens zum Anbau

Cannabis als Medizin wird in Deutschland ab Herbst selbst hergestellt. Investoren und Firmen aus aller Welt trafen sich im April 2017 in Berlin zur Internationalen Cannabis Business Conference. (ICBC).

Diese Veranstaltung war nicht für den kleinen Hanffreund.

Dort trafen sich Experten aus vielen Ländern der Welt. Allen voran die USA und Kanada sowie Israel.

Diese Länder sind in der Entwicklung „Cannabis als Medizin“ viel weiter, als wir hier in Deutschland.

Sie verfügen über ein immenses Wissen rund um die Cannabiswissenschaft. Sie werden Deutschland unterstützen beim Anbau von medizinischem Gras. Mecklenburg, Sachsen und Thüringen, diese Bundesländer könnten in Zukunft Hanfbauern zu Tage bringen, welche bis 2019 Medizinisches Cannabis für Deutschland herstellen.

Zur Zeit gibt es circa 5000 Patienten denen mit einer Cannabistherapie geholfen werden kann. Die Sondergenehmigungen in Deutschland wurden für mehr als 50 verschiedene Erkrankungen erteilt. Demnach kann Hanf die Schmerzen bei Multipler Sklerose lindern und bei epileptischen Anfällen helfen. Es kann die Appetitlosigkeit von Aidspatienten und Krebskranken mindern und die Übelkeit bei der Chemotherapie dämpfen. Auch ADHS-Patienten und Menschen mit Depressionen profitieren davon. Für Menschen mit Tourettesyndrom ist es das Einzigste Mittel, um ein Leben in Ruhe und Würde leben zu können. Als Empfehlung für Menschen die sich informieren wollen, hier ein TV Tip am 26.10.2017 um 20.15 Uhr im 3sat : http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=56820

Seit März diesen Jahres, wird dieses Medikament auch von Krankenkassen finanziert.

Dennoch sträuben sich Krankenkassen und Ärzte den Patienten Rezepte für diese Heilpflanze aus zu stellen. Für Patienten die schon lange eine Sondererlaubnis hatten fing nun der Kampf wieder von vorne an, für viele hieß es dann “ Nein“ sie bekommen ihre Medizin nicht finanziert. Sozialgerichte werden demnächst einige Urteile zu fällen haben. Nicht jeder Cannabispatient hat aber einen langen finanziellen Atem.

Und manche Cannabispatienten haben schon Selbstmordversuche hinter sich, weil ihnen keiner Unterstüzung gegen die gesundheitspolitische Gängelei und hinauszögern von Bewilligungen mürbe gemacht werden.

Sie begeben sich wieder in die Illegalität, und versorgen sich auf dem Schwarzmarkt. Wo unter Umständen ihre Medizin mit Blei versetzt ist, um sie schwerer zu machen. Die Folgen die daraus entstehen könnten, wissen Mediziner, Apotheker und Krankenkassen sehr wohl. Scheint aber nicht wirklich von Bedeutung zu sein.

Ärzte bangen um ihre Budgets, Krankenkassen wollen es nicht finanzieren, obwohl Herr Bundesminister Gröhe extra ein Gesetz erlassen hat.

Wenn diese Hürden endlich mal überwunden sind, kommt das nächste Problem.

Es gibt für 5000 Patienten nicht genug medizinische Cannabis. Die Bundesregierung verlässt sich auf die Länder wie Kanada und die Niederlande, die schon seit Jahren Erfahrungen im Anbau haben.

Aber auch gibt es in beiden Ländern Cannabispatienten, die versorgt werden müssen.

So entstehen hier in Deutschland Lieferengpässe und die deutschen Cannabispatienten stehen ohne ihr Medikament da.

So können die Cannabispatienten keine adäquate Therapien beginnen oder ihre Schmerzen lindern.

In meinen Augen ist das bis heute sogar “ unterlassenen Hilfeleistung „. Ich kenne einen Schmerzpatienten der nun bis Januar 2018 auf seine Medizin warten muss.

Im April 2017 wurden auch Lizenzen zum Anbau vom medizinischem Cannabis bis Juni diesen Jahres ausgestellt.

Dies soll aber nur in Kooperation mit den schon bekannten Ländern erfolgen.

Die Erfahrung die in den obengenannten Ländern gemacht wurde, will sich Deutschland zu Nutze machen.

Da wittern einige schon das große Geld.

Im Jahr 2019 soll es dann endgültig  medizinisches Cannabis geben, welches in Deutschland angebaut wird.

Und ich hoffe das es für die 5000 Patienten, vielleicht dann schon 10.000 Patienten endlich ein gute und richtige Lösung gefunden ist.

 

 

 

Gesellschaft und die Pflege

Am Wochenende habe ich mich mit zwei Artikeln aus dem www. beschäftigt, dort geht es um Bezahlung der Pflegekräfte:

1) https://www.bundesgesundheitsministerium.de/index.php?id=675

Und hier um die Armut bei Pflegekräften:

2) https://www.bibliomed-pflege.de/zeitschriften/die-schwester-der-pfleger/heftarchiv/ausgabe/artikel/sp-6-2017-agnes-karll-kaempferisch-zielstrebig-modern/32286-examiniert-und-trotzdem-arm/

zu 1)

Die Bundesregierung hat den Mindestlohn in der Pflege wie folgt erstellt, falls ihr den Artikel der Bundesregierung nicht komplett lesen wollt.

„Er beträgt seit dem 1. Januar 2017 10,20 Euro/Stunde in den alten Ländern und Berlin bzw. 9,50 Euro/Stunde in den neuen Ländern (ohne Berlin) und liegt damit deutlich über dem allgemeinen gesetzlichen Mindestlohn.“

Dies ist in meinen Augen eine Erlaubnis der Betreiber von stationären Pflegeeinrichtungen, das Lohnniveau in der Pflege zu senken.

Löhne in der Pflege lt. BAT, findet ihr hier:

http://www.oeffentlichen-dienst.de/entgelttabelle/tvoed-b-vka.html

Hier steht der Stundenlohn einer Pflegefachkraft auf 12,31 Euro, was auch nicht sehr hoch ist.

Ich hoffe das Verdi für die Mitarbeiter in der Pflege, die zum Beispiel in städtischen Senioreneinrichtungen arbeiten, ein Auge darauf haben.

Aber was ist mit den Wohlfahrtsverbänden und den privaten Betreibern von Pflegeeinrichtungen.

Kirchliche Betreiber gehen den “ Dritten Weg „, dies bedeutet sie brauchen sich nicht an die Tarife im öffentlichen Dienst, die Verdi ausgehandelt hat , halten.

Sie werden die Vorgaben der Bundesregierung nutzen denn sie haben es schon öfter versucht, das Lohnniveau in der Pflege zu senken.

http://www.oeffentlichen-dienst.de/avr-verguetung.html

Entgeldgruppe 1 : 1664 Euro = 10,80 Euro /Std.

Mit welchem Recht zahlen kirchliche Betreiber einen derartigen Hungerlohn, für eine Arbeit die mit hohem Anspruch und Verantwortung für Menschenleben einhergeht.

Da möchte ich nicht wissen wie es bei privaten Betreibern aussieht, man kann sie natürlich nicht alle über einen Kamm scheren.

Hier findet ihr eine Tabelle über das Lohnniveau in der Pflege bei der Diakonie.

http://www.oeffentlichen-dienst.de/images/pdf/AVR-Verguetung.pdf

Also die Stundenlöhne in der Pflege im 1. Jahr nach der Ausbildung, variieren zwischen

10,80/ Std. und 12,31/Std.

Zum Vergleich:

Maler und Lackierer: http://www.tarifregister.nrw.de/material/maler_und_lackiererhandwerk2.pdf

1. Gesellenjahr: 14,56 Euro

Automechatroniker: http://www.t-online.de/finanzen/jobs/id_20717408/lohnspiegel-was-verdienen-kfz-mechaniker-.html

  1. Jahr : 14,92 Euro

Vergleicht man nun die Berufe und die Stundenlöhne bekomme ich ein schaudern.

Kein Wunder das wir keine neuen Pflegekräfte generieren können, denn in anderen Berufen lässt sich eben mehr Geld verdienen, und das ohne Sonn – und Feiertagsarbeit.

zu2)

Armut in der Pflege insbesondere Altenpflege? Das darf nicht sein.

Laut Weltbank ist derjenige arm der weniger als  1,68 Euro pro Tag ausgeben kann.

Hier zu betrachten sind die Alleinerziehenden, die in der Altenpflege arbeiten.

Zum Beispiel aus Bilbliomed:

„Die 46-jährige Gesundheits- und Krankenpflegerin arbeitet in Vollzeit bei einem ambulanten Pflegedienst und geht zusätzlich noch einmal pro Woche putzen, um ihr Gehalt aufzubessern. Trotzdem reicht es finanziell bei ihr nur für das Nötigste. Mit Steuerklasse 1 kommt sie insgesamt gerade auf 1.750 Euro netto.“

Bei zwei Kindern die noch zu Hause leben, und zwei die schon ausgezogen sind, gehört sie zu den Menschen die arm sind, obwohl sie in einem Beruf arbeitet, der sich um Menschen und deren Leben bemüht.  Sie kann also wenig bis gar nicht am gesellschaftlichen Leben teilhaben.

Und gerade im Beruf Pflege ist es enorm wichtig, sich Ablenkung zu verschaffen, durch sportlichen Aktivitäten oder Theaterbesuche, Konzerte oder ähnliches.

Ein Ausgleich zum stressigen und seelisch belastenden Beruf.

Auch Pflegekräfte würden sich gerne gesellschaftlich oder politisch engagieren, aber wenn das Geld fehlt, geht es natürlich nicht.

Auch das Gehaltsgefälle zwischen Kranken- und Altenpflege ist enorm und kann bis zu 600 Euro betragen.

Pflegekräfte sind auch selten gewerkschaftlich organisiert. Erstens sehen es die kirchlichen Träger nicht gerne, zweitens nehmen die Beiträge in Gewerkschaften oder Berufsverbänden zuviel Geld aus der Tasche der Pflegekräfte.

Pflege ist nicht nur im Notstand, Pflege macht depressiv und viele Pflegekräfte treten aus dem Beruf aus #Pflexit.

Zu wenig Anerkennung, das Lohnniveau könnte sinken, seelische Belastung schlechte Arbeitsbedingungen, so bekommen wir den Pflegenotstand nicht beseitigt. Sondern verschärfen ihn noch weiter.

Es muss ein Wandel stattfinden, sonst fällt uns der demografische Wandel vor die Füße und es wird Menschenleben kosten.

Ich will das die Gesellschaft der Pflege endlich zuhört, und die Missstände wahrnimmt.

Pflegeberufegesetz

So , da haben wir es wieder.

Die Pflege wird nicht ernstgenommen, meine Erfahrungen im Wahlkampf zum Landtag NRW bestätigten mir das.

Gestern einigte sich die GroKo zu einem Kompromiss der seines Gleichen sucht.

Statt ein vernünftige Reform an zustreben, gibt es jetzt ein Mischmasch aus Generalistik und Integrativer Ausbildung von Pflegekräften.

Als Beitragsbild habe ich eine Bescheinigung genommen, die mir nach der Ausbildung und dem bestandenen Staatsexamen ausgehändigt wurde.

Wie man daraus lesen kann habe ich eine Kranken- und Altenpflegeausbildung gemacht.

In Teilzeit, ich hatte einen Arbeitgeber, den ich auch während der Ausbildung wechselte.

Zu Anfang habe ich meinen Job, in einem Seniorenheim zu 75 % gearbeitet und 50% durchschnittlich im Monat die schulische Ausbildung absolviert.

Während der schulischen Ausbildung waren  12 Wochen Praktika zu bestreiten. Dies in den Bereichen, stationäre Pflege, ambulante Pflege, Geriatrische Pflege, Gerontopsychiatrische Pflege.

Da es eine Teilzeitausbildung war, dauert die Ausbildung 3,5 Jahre, vom Frühjahr 1996 bis Herbst 2000.

Wie man auch sehen kann, wurde ich in Kaiserswerth auf der Kranken und Altenpflegeschule ausgebildet, wir wurden also dort schon gemeinsam ausgebildet und doch berufsspezifisch.

Die Politik sollte also auch mit den guten Ausbildungsstätten in der Pflege diskutieren und den Weg gemeinsam ausarbeiten.

Bitte auch wenn nun das Mischmasch eingeführt wird, generalistisch und integrativ.

Am meisten leidet hier die Altenpflege.

Diese wird in meinen Augen viel zu wenig betrachtet.

Mit Sicherheit findet man die selbe Problematik in der Kinderkrankenpflege. Aber da kenne ich mich noch zu wenig aus.

Werde mich aber mal damit beschäftigen welche Ausbildungsinhalte bis dato unterrichtet werden.

Cannabis legalisieren Polizei und Justiz entlasten?

Podiumsdiskussion in Duisburg am 11.01.2017 der Jusos Duisburg ( Veranstalter)

Auf dem Podium saßen:

Frank Tempel  ( Die Linke) MdB, ehemaliger Kriminalbeamter im gehobenen Dienst

Jan Ingensiep (SPD Duisburg Marxloh)

Sebastian Fiedler (LV SPD)

Hurbert Wimber ( ehemaliger Polizeipräsident in Münster )  Vorstand von L.E.A.P. e.V.

Mitglied der Grünen

L.E.A.P e. V. = Law Enforcement Against Prohibition Deutschland

Das Podium eröffnete die Vorsitzende der Jusos Duisburg,

Merve Deniz Özdemir.
Sie wünschte allen Teilnehmern konstruktive Gespräche und auch Spaß.
Was mich sehr freute waren die vielen Mitglieder der Piratenpartei NRW, von Angelika Lingelbach  (facebook), Britta Söntgerath (Ratsfrau Stadt Duisburg) und einige Mitglieder aus ihrem KV Duisburg, sowie der Fraktionsvorsitzender der Piratenpartei,  Michelle Marsching ( MdL) in NRW.
Jan Ingensiep erzählte von den Initiativen die sich für eine Entkriminalisierung aussprechen.
Darunter die Hauptstelle für Suchtfragen der BRD sowie die AWO, die dazu einen Bundesbeschluss erarbeitet haben.
Hauptstelle für Suchtfragen: „Kaum ein anderes Thema der Drogen- und Suchtpolitik wird derart häufig öffentlich angesprochen und kaum ein anderes Thema wird in der Öffentlichkeit, der Politik und unter Fachleuten derart kontrovers diskutiert. Regelmäßig wiederkehrende Diskussionsaspekte sind die Auswirkungen des Verbotes auf Jugendschutz, Prävention und Schadensminderung, wie auch Folgen für die Volkswirtschaft, Außen-,Sicherheits- und Entwicklungspolitik. Auch aufgrund der im Vergleich zu anderen illegalen Drogen der hohenVerbreitung des Cannabiskonsums in der Bevölkerung werden diese Debatten mit großer Aufmerksamkeit von allen Beteiligten verfolgt.“
Auf dem Podium waren sie sich einig, das eine Entkriminalisierung der beste Weg ist, denn der Krieg gegen die Drogen ( Prohibition aller Suchtstoffe ), ist verloren.
Der Schwarzmarkt blüht und die Drogenkartelle haben eine große Macht.
Es wurden ständig Kontrollen von Usern vollzogen und Kleindealern.
Diese werden gerichtlich belangt und bestraft. Auch bei geringen Mengen, die erlaubt sind  wie bei Cannabis.
Die meisten jungen Menschen, werden für den Rest ihres Lebens stigmatisiert und bekommen weder Job noch gesellschaftliche Anerkennung. Oft werden Familien zerstört, und eine berufliche Karriere, zum Beispiel durch Führerscheinentzug.
Das zieht eine Kostenwelle quer durch die Polizei – und Justizarbeit.
Immer mehr Drogenprodukte kommen auf den Markt, immer wieder andere Zusammensetzungen, die manchen Usern, die sich ja selbst schädigen, zum Verhängnis werden. Sie schädigen dadurch keinen anderen Menschen, und werden obendrein noch mit hohem Strafmaße verfolgt.
Eine Entkriminalisierung aller Suchtstsoffe wäre da sinnvoll.
Beginnend mit Cannabis.
Herr Fiedler :
Der wirtschaftlichen Aspekt in der Drogenszene sollte nicht ausser acht gelassen werden, so Sebastian Fiedler, vom Landesverband der SPD. Circa 50 -100 Millionen Umsatz im Drogenmilieu, durch ca. 218.000 Tonnen verschiedener Substanzen.
Es kann auch Nachteile in sich haben, die Regulierung und Entkriminalisierung für Cannabis durch zu führen. Wenn die Regulierung das User unter 18 oder 21 Jahren keine Cannabis offiziell einkaufen dürfen, würde die jugendlichen bis 18 Jahre, den Schwarzmarkt nutzen. Der dann somit weiter geschäftstüchtig sein kann.
Es sollten eher die Dealer und die Drogenbosse aufgespürt und bestraft werden, als der Mensch, der Cannabis nutzt.
Herr Wimber:
Als ich noch Polizeipräsident war, kamen oft Bürger auf uns zu, mit den Problemen der Drogensüchtigen in Münster, wegen verunreinigter Parks und Spielplätze, durch Spritzen und anderem Material zum Drogengebrauch.
Deshalb wurde in Münster ein Drogenkonsumraum erschaffen, nebst Drogenberatungsstelle. Diese wird noch heute mit Erfolg betrieben.
Ein regulierte Drogenmarkt und Entkriminalisierung mit den dazu gehörigen Ausgabestellen, zum Beispiel Apotheken oder wie für Cannabis, die Cannabis Social Clubs, oder ähnliche Projekte. Prävention und Jugendschutz sollten nicht ausser Acht gelassen werden.
Circa 55.000 Verfahren und circa 46.000 Konsumenten verursachen Polizeiarbeit für den Papierkorb.
Für die Polizeiarbeit bedeutet das, sie können keine Diebstahldelikte verfolgen, weil 75% der Polizeiarbeit für die  Verfolgung von Drogenkriminalität drauf gehen.
Dadurch werden Straftäter produziert, es wird kein Jugendschutz und keine Produktkontrolle durchgeführt.
Der Staat hat dies abgegeben, und soll durch die Entkriminalisierung und Regulierung die Verantwortung übernehmen.
Die gesundheitlichen Risiken beim Kauf auf dem Schwarzmarkt sind erhöht.
Wenn wir beim Thema Cannabis bleiben, handelt es sich hier zum Beispiel um Beimischungen von Quarzsand, Blei und ähnlichem um das Produkt schwerer zu machen, und somit mehr Gewinn erzielt wird.
Uruguay hat eine Lösung gefunden, auch das System in Portugal sollte sich besser angesehen werden.
Das Gesetz sieht drei Möglichkeiten der Versorgung mit Cannabis vor:
Jeder Bürger über 18 darf bis zu 40 Gramm Cannabis pro Monat in der Apotheke kaufen. Es gibt eine Registrierungspflicht und es dürfen maximal 10 Gramm pro Kauf erworben werden. Der Staat organisiert und überwacht den kommerziellen Anbau sowie den Verkauf. Der Wirkstoffgehalt von Cannabisprodukten ist auf 15% THC begrenzt.
Zudem ist der private Anbau von bis zu sechs Pflanzen pro Haushalt legal. Der private Anbau beinhaltet eine legale Vorratshaltung von 480 Gramm Hanfblüten pro Jahr.
Schließlich ist auch der gemeinsame Anbau in Cannabis Social Clubs legal. Sie dürfen jedoch nicht mehr als 45 Mitglieder haben, welche mindestens 15 und maximal 99 Pflanzen anbauen dürfen. Die Erntegrenze von 480 g pro Jahr und Person gilt auch hier.
Touristen dürfen kein Cannabis kaufen. Der öffentliche Konsum und Werbung sind verboten, berauschten Fahren ebenso. Einfache Verstöße gegen das neue Gesetz werden bei Käufern als Ordnungswidrigkeit mit Beschlagnahmungen des Cannabis und Kaufverboten bestraft. Verkäufern droht der Lizenzentzug. Es sind keine Haftstrafen vorgesehen. Die alten Gesetze gegen illegalen Handel etc. gelten weiter.
(Auszug aus: Uruguay v.  Maximilian Plenert und Bernd Werse )
Portugal : http://www.eranid.eu/about/sicad-portugal/ Dies ist die Seite der Regierung in Englisch.
Cannabis und Gesundheitspolitik
Hier ist auch die Gesundheitspolitik gefragt, die sich in Aufklärung und Prävention stark machen sollten.
Als Beispiel dient hier das Diamorphinprogramm bei Heroinsucht, welches gute Erfolge erzielt.
Ehemalige Heroinabhängige die im Diamorphinprogramm sind, steigen wieder ins Berufsleben ein, und gründen sogar Familien und sind in die Gesellschaft integriert.
In Deutschland wurde kürzlich eine Cannabisagentur gegründet um in Zukunft die Menschen mit medizinischem Cannabis zu versorgen. Sie dürfen sich für wirklich teures Geld zur Zeit ihre Medizin in der Apotheke kaufen, wenn sie Erlaubnisinhaber nach § 3 Absatz 2.BTMG.
In Zukunft soll diese Menschen,  auf Rezept und von den Krankenkassen finanziert, ihr Medikament bekommen können.
Cannabis und Führerschein
Bei Alkohol ist eine bestimmte Menge, nämlich 0,5 bis 1,3  Promille  wenn man Auto fährt, bedeutet dann Führerscheinentzug für 4 Wochen. Aber wenn man vor einer Woche Alkohol getrunken hat, darf man. Ist der Kofferraum voll mit Wein, kann  der Führer des Wagens, trotzdem weiter fahren.
Anders bei Cannabis, ein Krümmel im Auto reicht um festgesetzt zu werden. Und der Führerscheinentzug ist einem sicher, auch wenn man nüchtern hinterm Steuer saß.
Zum Schluss eigene Bemerkungen:
Regulierung und Entkriminalisierung bei Cannabis würde die polizeiliche sowie die justiziale Arbeit verringern und so Geld eingespart, welches in Prävention und Aufklärung gesteckt werden könnte.
Polizei und Justiz würden Kapazitäten frei bekommen, um zum Beispiel der Wirtschaftskriminalität mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Zum Beispiel bei Steuerbetrug.
Menschen die Cannabis nutzen würden nicht mehr stigmatisiert und hätten eine berufliche sowie gesellschaftliche positivere Zukunft.
Abgabestellen sind noch ein Problem in Deutschland, und das Umsetzungprogramm an sich. Hier sollten sich die Fachleute am Beispiel in Portugal und/oder Uruguay  orientieren.
Zusätzlich, und von hoher Wichtigkeit ist,die schon oft kommunizierte, aber immer noch nicht eingerichtete, Enquetekommission, die im Auge behalten werden sollte. Nicht zuletzt bitte auch umgesetzt werden.
Die Gesundheitspolitik, sollte sich auf den Weg machen, wissenschaftliche Studien zum Thema Cannabis als Medizin zu etablieren und durch zu führen.
Aber ebenso die Risiken oder Nebenwirkungen mit anderen Substanzen, wie zum Beispiel Blutdruckmedikamente, oder auch Kokain.
Alles in allem ein informativer Abend.
Frank Tempel erwähnte mehrmals die Piratenpartei und in einem kurzen persönlichen Gespräch sagte er zu mir.
Frau Leurs, glauben sie mir, wir hätten lieber die Piratenpartei mit im Bundestag sitzen, als die AfD und bei der Koalition RRG würde das Orange auch passen.
Außerdem hat keine andere Partei Digitalisierung, IT Sicherheit und der Gleichen besser drauf, als die Piratenpartei.

Pflegenotstand

Diesen Text habe ich heute bei facebook gefunden. Ich werde meinen Senf im letzten Abschnitt dazu geben.

Eine traurige anonyme Zuschrift erreichte mich über die Feiertage, welche ich auf Wunsch des Verfassers in Teilen veröffentlichen darf und mit welcher ich nicht bis im neuen Jahr warten wollte:

„Lieber „grauer Star“, ich muss meine Geschichte erzählen welche ich erlebt habe. Ich bin seit 25 Jahren in der Pflege tätig, habe als Helferin angefangen, wurde Altenpflegerin und bin nun seit fast 10 Jahren Wohnbereichsleitung. Ich arbeite in einem größeren Seniorenzentrum mit fast 180 Betten.

Nun haben wir, wie vielleicht viele von den Seniorenzentren in dieser Zeit, sehr viel Stress. Mein Wohnbereich hat 30 Bewohner, durch Krankheit sind wir momentan seit fast 5 Tagen gezwungen nur mit einer 2er-Besetzung in beiden Tagdiensten zu fahren, was das heißt für die Bewohner und die Pflege, muss ich jetzt niemandem erklären. Auf den anderen Wohnbreichen (insgesamt haben wir sechs Stück) ist es ähnlich schlecht und das Personal geht auf dem Zahnfleisch.

Heute hatten wir eine Sitzung mit der Pflegedienstleitung (die fünfte seit zwei Jahren) in welcher es um den Dienstplan ging. Dabei konnten Dienste am Nachmittag nicht abgedeckt werden, weil sich aktuell drei Kolleginnen krank gemeldet hatten. Also haben wir uns bis heute Abend um 20 Uhr hingesetzt und versucht Lösungen zu finden (Anmerkung: Dieser „Tag“ war laut Angabe der Verfasserin der 24.12!), dabei wurde die Pflegedienstleitung immer ungehaltener und setzte uns als Wohnbereichsleitungen unter Druck, wie es sein kann, dass wir es nicht schaffen die Dienste zu decken.

Als alles nichts half, wurden der Reihe nach alle Pflegekräfte, welche verfügbar waren angerufen oder ins Büro zitiert um sie einspringen zu lassen. Dabei wurde eine Helferin, welche aktuell 15 Tage gearbeitet hatte so unter Druck gesetzt, dass sie vor unseren Augen zusammen gebrochen ist mit einem leichten Infarkt. Sie wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Die einzige Reaktion der Pflegedienstleitung war „Sie muss auch mal lernen „Nein“ zu sagen, selbst Schuld.“ Alle Wohnbereichsleitungen waren fassungslos und geschockt darüber. Ich habe es mir lange überlegt und am selben Tag noch, nach 12 Jahren in diesem Heim, gekündigt. Ich kann und will unter solchen unmenschlichen Zuständen nicht mehr arbeiten oder mein Personal verbrennen.“

Nun die Frage an alle Pflegekräfte da draußen, wem geht es ähnlich? Wir alle leiden, werden auch mal aus dem Frei geholt, angerufen aber jetzt mal ehrlich, es gibt auch Grenzen oder?

Wo ist die Menschlichkeit geblieben und der Respekt vor unserer Arbeit als Pflegekräfte? Und wo ist unser Rückgrat geblieben um solche Zustände zu verhindern oder auch die Konsequenzen zu ziehen.

Wie lange lassen wir uns noch als „Kostenfaktor“ sehen anstatt als „Leistungsfaktor“. Es ist traurig und kalt geworden in der Pflege. Diesen Zynismus hat niemand verdient.

Mein Senf

Überall liest man, wie schlecht Seniorenheime geführt werden.

Mit diesem Text oben müssten die Menschen in Deutschland informiert sein, über die bescheidene Lage, in der Pflege.

Es geht wieder um ein Seniorenheim.

Aber nicht nur die pflegebedürftigen leiden unter den menschenunwürdigen Bedingungen.

Ich selbst bin seit 2010 raus, aber geändert hat sich immer noch nichts.

Das Bundesgesundheitsministerium hat zwar die Pflegestärkungsgesetze I,II,III auf den Weg gebracht, aber das bringt nicht  mehr Personal in Dauerpflegeeinrichtungen.

Im Gegenteil, zur Umsetzung fehlt teilweise das Personal.

Im Saarland werden wohl in 2017 Klinken bestreikt.Das ist gut so.

Aber Senioreneinrichtungen haben teilweise Träger die sich nicht an den Tarifen im öffentlichen Dienst halten müssen. Im Gegenteil, sie schaffen sich eigene Verträge zum Beispiel die Arbeitsrechtlichen Kommissionen der evangelischen und der katholischen Kirche.

Beispiel:

Mit der Generalistik werden noch mehr Betreiber von Senioreneinrichtungen Lohnkürzungen durchsetzten wollen.
Der Lohn in der Altenpflege ist niedriger als in der Krankenpflege, das soll mit der Generalistik behoben werden, das ist gut und richtig.
Aber bitte nicht mit Lohnkürzungen.
Immer mehr Pflegekräfte machen den #Pflexit, sie halten die Arbeitsbedingungen nicht mehr aus. Sie steigen aus dem Beruf aus.
Die Politik zäumt das Pferd von hinten auf.
Die Arbeitgeber in der Pflege, die Träger der Einrichtungen oder die Betreiber von Pflegediensten, müssen mehr Geld für Personal investieren.
Ins Gesundheitssystem muss mehr Geld fließen, und nicht nur in die Geldbörsen der Krankenversicherungen und deren Geschäftsführer.
Wir stehen mitten im Pflegenotstand,  und es wird Menschenleben kosten, wenn das Ruder nicht binnen ein paar Monaten rum gerissen wird.

„Ich beginne nun die Reise, die mich zum Sonnenuntergang meines Lebens führt.“ Ronald Reagan, erkrankte an Alzheimer

 

Der Sonnenuntergang eines Lebens wird seit heute eventuell beschleunigt.

Die Bundesregierung hat heute beschlossen, Medikamente an Menschen mit Demenz zu testen.

Sollen aber bei noch intakter kognitiver Leistung im 1. Stadium, eine Zustimmungserklärung unterschreiben.

Diese Menschen können sich nicht wehren, sie können sich nicht dagegen aussprechen, weil sie Respekt haben, vor Ärzten die hier als Götter in Weiß betrachtet werden.

 

Aber ich mache es, laut. In meinem Blog

 

Was ist Demenz?

Demenz ist der Oberbegriff für Erkrankungsbilder, die mit einem Verlust der geistigen Funktionen wie Denken, Erinnern, Orientierung und Verknüpfen von Denkinhalten einhergehen und die dazu führen, dass alltägliche Aktivitäten nicht mehr eigenständig durchgeführt werden können. Dazu zählen die Alzheimer-Demenz, die Vaskuläre Demenz, Morbus Pick, Frontotemporale Demenz und weitere Demenzformen.

Die häufigste Diagnose ist die Alzheimer Demenz, sie wird mit  verschiedenste Tests diagnostiziert, von Neurologen.

Viele an Demenz erkrankte Menschen erfahren es, wenn die kognitive Leistung noch einigermaßen in Takt ist.

Einige leiden sehr unter dieser Diagnose, bis hin zu Suizidgedanken. Ein berühmtes Beispiel, der alternde Playboy, Gunter Sachs.

Dies zeigt, dass Menschen mit der Diagnose Demenz zu kämpfen haben. Jetzt kommt eine neue Sorge dazu.

Sie werden Medikamente bekommen, nach Zustimmung, die im Bereich Demenz nicht von Nutzen sind.

Vielleicht Medikamente aus der Aidsforschung oder aus der Forschung bei Multipler Sklerose oder ALS.

Wenn ein Mensch an Demenz erkrankt ist, wird er medikamentös eingestellt, um die Demenz ein wenig zu bremsen, es gibt mehrere Stadien in der Alzheimer Demenz.

Stufe 1: Keine Beeinträchtigung(normale Funktion)

Stufe 2: Sehr leicht gemindertes Wahrnehmungsvermögen

Stufe 3: Leicht gemindertes Wahrnehmungsvermögen

Stufe 4: Mäßig gemindertes Wahrnehmungsvermögen

Stufe 5: Mittelschwer gemindertes Wahrnehmungsvermögen

Stufe 6: Schwerwiegend gemindertes Wahrnehmungsvermögen

Stufe 7: Sehr schwerwiegend gemindertes Wahrnehmungsvermögen

In jeder Stufe kann mit der medikamentösen Behandlung begonnen werden.

 

Medikamentöse Behandlung von Alzheimer

 

Mit Medikamenten lassen sich insbesondere im frühen und mittleren Alzheimer-Stadium die Symptome lindern und der Krankheitsverlauf hinauszögern. Häufig verschreiben Ärztinnen und Ärzte Mittel gegen Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen sowie gegen Depressionen. Betroffene, die sich rechtzeitig behandeln lassen, gewinnen dadurch Zeit und mehr Lebensqualität.

 

 

Das Wichtigste in Kürze:

Im Zuge einer Demenz lässt das Erinnerungs- und Denkvermögen nach.

Auch Psyche und Verhalten können sich ändern.

Der Gedächtnisverlust lässt sich einige Zeit durch Antidementiva (Medikament) aufhalten.

Gegen Depressionen helfen Antidepressiva ( Medikament ).

Bei aggressivem Verhalten und Wahnvorstellungen, die nicht anders beeinflussbar sind, können Neuroleptika (Medikament) helfen.

Eigenes Erlebnis :

Ein an Alzheimer erkrankter Mann, bekam eine ganze Therapie aus, Antidementiva, Antidepressiva und Neuroleptika.

Er riss sich vom lebendigen Leibe die Haut selbst auf und ab, Zinkverbände hielten es für eine Zeit auf, Baumwollhandschuhe mit Pflaster an den Verbänden fixiert. Er konnte nicht anders.

Später half nichts mehr, er kam in eine Hautklinik, dort verstarb er.

 

Liebe Bundesregierung, schmeißen sie doch bitte einfach LKW- weise der Pharmaindustrie das Geld in die Taschen. Aber bitte unterlassen sie diese unsäglichen Tests an Menschen die andere Hilfe brauchen, als noch mehr Medikamente, die sie gar nicht nutzen können. Die Pharmaindustrie verdient sich mit der Alzheimerdemenz sowieso schon eine goldene Nase.

Das erinnert ganz schwer an eine dunkle Zeit in unserem Land.

 

 

 

Ein Auge auf die Pflege

Am 18.04.2013 hielt ich meinen ersten politischen Vortrag. Dazu fuhr ich nach Düsseldorf zum Tag der politischen Arbeit der Piratenpartei. Auszüge aus dem Vortrag wurden in der Flaschenpost abgedruckt.

Den Artikel schrieb ein toller Parteikollege, Markus Wetzler Pirat in Kaarst. Danke nochmal dafür.

Hier gehts zum Artikel.

https://flaschenpost.piratenpartei.de/2013/04/18/ein-auge-auf-die-pflege/

Personaluntergrenzen in Altenheimen

http://www.altenpflege-online.net/Infopool/Nachrichten/Westerfellhaus-Auch-die-Altenpflege-braucht-Personaluntergrenzen

Herr Westerfellhaus enttäuscht nun ein wenig.

Eine Personaluntergrenze ist der falsche Weg. Mit Personaluntergrenzen arbeiten wir schon seit Jahrzehnten in der Altenpflege.

So wird keine menschenwürdige Pflege erfolgen können.

Zwölf Tage am Stück, und wenn das Pflegepersonal Glück hat bekommt es am Wochenende 2 Tage frei, was aber nicht immer möglich ist.

Gut und gerne werden in der Altenpflege auch mal 21 Tage und mehr durchgearbeitet ohne Freizeit. Vor allem in Urlaubszeiten und wenn Infektionskrankhaiten, wie Grippe oder Norovirus unterwegs sind. Letztes Jahr während der Grippewelle zum Beispiel, gab es große Personalengpässe.

Wenn also zu wenig Personal vorgehalten wird, wird das restlich noch verbliebene Personal verschlissen. Unter Umständen bis zum Burn Out, der so viele Pflegekräfte an ihrem Beruf scheitern lässt.

Also muss man erst an den Arbeitsbedingungen arbeiten. Zwölf Tage an einem Stück müssen weichen für ein 5 Tage Rollsystem.

Nun werden auch wieder Pflegekräfte protestieren und schreiben oder sagen, wir haben keine 12 Tage Woche mehr. Aber die meisten Institutionen in der Pflege arbeiten noch so.

Arbeitzeitverkürzung auf 6 Std. Vollzeitschichten, bei vollem Lohnausgleich.

Das benötigt erstmal mehr Personal als es die Pflegepersonaluntergrenzen hergeben.

Pflegerebell Armin Rieger Gastbeitrag

https://pflege-rebell.de/vita/

Erhöhung der Pflegebeiträge u.
Offener Brief

Sehr geehrter Herr Spahn,
wir waren gemeinsam zu Gast bei der Sendung Maisberger. Dort haben Sie mir vorgeworfen, ich würde nichts Konstruktives beitragen, als ich Sie auf Ihre Tätigkeit bei der Lobbyfirma Politas angesprochen habe. Diesen Vorwurf will ich mit diesem Brief entkräften.
Sie wollen mehr Menschen für die Pflege motivieren und neue Arbeitsplätze schaffen. Außerdem wollen Sie ein Mindestgehalt von 3000,00 Euro für Pflegefachkräfte einführen. Dazu soll Ihrer Meinung nach der Beitragssatz für die Pflegeversicherung steigen.
Ich denke, dass dies nicht nötig ist, wenn die Politik dafür Sorge trägt, dass die Gelder, die in die Pflege fließen, auch bei den Pflegebedürftigen und den Pflegekräften ankommen.
Immerhin machte der Branchenriese Korian, zu welchem u. a. die Pflegeheimketten Casa Reha und Curanum gehören, 2017 einen Gewinn von 440 Millionen (440000000) Euro. Der Gewinn der Pflegeheim-Kette Alloheim lag 2017 bei 88 Millionen (88000000) Euro. Diese gigantischen Gewinne sind möglich, da die Vergütungsvereinbarungen zum Betrug einladen.
Bei den Pflegesatzverhandlungen wird mit fiktiven Zahlen verhandelt. Der lukrativste Posten dabei ist das Personal. Hier wird mit Zahlen operiert, die mit den tatsächlichen beschäftigten Mitarbeitern nichts zu tun haben. Es wird auch nicht kontrolliert, ob die Personalkosten mit den tatsächlich vorhandenen Personal übereinstimmen. Hier hauptsächlich beim Hauswirtschaftspersonal gespart. Arbeiten und Leistungen dieser Personalgruppe werden oftmals outgesourct, oder müssen von Pflegekräften übernommen werden. Dies hat zur Folge, dass Pflegekräfte noch weniger Zeit für die eigentliche Pflege haben.
Ändern Sie die Pflegesatzverhandlungen und sorgen Sie dafür, dass nur noch für Leistungen und Personal bezahlt wird, welches auch tatsächlich vorgehalten wird.
Sorgen Sie dafür, dass Pflegesatzverhandlungen mit Bilanzen und Lohnjournalen und somit mit realen Zahlen geführt werden und nicht, wie bisher mit fiktiven Zahlen. Bei den Personalkosten kann dann eine gewisse Gewinnspanne mit eingeplant werden. Dies hätte zur Folge, dass Heime mit viel Personal mehr Gewinn machen, als Heime mit wenig Personal. Wenn dann auch noch die hauswirtschaftlichen Leistungen, welche oftmals an Tochterfirmen vergeben werden, nur noch mit einem relativ geringen Satz vergütet werden, dann lohnt es sich auch für die Heime wieder eigenes Hauswirtschaftspersonal und einen eigenen Koch einzustellen. Außerdem sollte es verboten werden, dass Pflegepersonal fachfremde Leistungen, wie etwa Frühstück und andere Mahlzeiten zubereiten, Waschen Putzen usw. erbringen darf bzw. muss.
Es genügt nämlich nicht mehr Stellen in der Pflege zu schaffen. Es müssen auch die Arbeitsbedingungen so verändert werden, dass der Beruf wieder interessant wird und ein gutes Image erhält. Erst dann wird Ihr Plan Erfolg haben, Pflegekräfte, die dem Beruf den Rücken gekehrt haben, wieder zurückzugewinnen.
Beschneiden Sie die menschenunwürdige Gewinnsucht solcher Träger wie Korian und sorgen Sie dafür, dass die vorhanden Gelder bei den Pflegebedürftigen und beim Personal ankommen. Eine Erhöhung der Pflegebeiträge belastet die Arbeitnehmer und erhöht nur die Gewinne der großen Träger die dann noch mehr Gelder abschöpfen.
Sollten Sie sich für meinen Vorschlag erwärmen können, bin ich gerne bereits Sie mit Rat und Tat dahingehend zu unterstützen.
Da ich auch ein Gegner des derzeitigen Prüfsystems bin und weiß wie bei den Prüfungen getrickst wird, könnte ich auch dazu meine Erfahrungen zur Verfügung stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Armin Rieger

Was nun passierte:

Weder das Gesundheitsministerium noch Herr Spahn haben mir auf meinen Brief bisher persönlich geantwortet. Die Stadtzeitung Augsburg, die einen Artikel darüber brachte, bekam die folgende Antwort. Die darin vermeldeten Verbesserungen in der Pflege und beim Personal habe ich anscheinend nicht mitbekommen. Die Antwort der Bundesgesundheitsministerium zeigt aber, dass sie dort entweder keine Ahnung haben oder uns bewusst belügen. Auf jeden Fall zeigen sie damit, dass Herrn Spahn die Gewinne der großen Träger wichtiger sind, als menschenwürdige Pflege. Das isst wohl seine Art christlich zu sein.

Von: Berve-Schucht, Doris -L7 BMG [mailto:Doris.Berve-Schucht@bmg.bund.de]
Gesendet: Mittwoch, 29. August 2018 10:45
An: Funk, Janina | StadtZeitung Augsburg <jfunk@stadtzeitung.de>
Betreff: WG: Schreiben von Armin Rieger an Gesundheitsminister Jens Spahn
Wichtigkeit: Hoch

Sehr geehrte Frau Funk,

Vielen Dank für Ihre Anfrage. Zu dem offenen Brief können wir Ihnen folgende Stellungnahme anbieten:

Die Bundesregierung arbeitet mit großem Einsatz daran, den Arbeitsalltag der Pflegekräfte im Krankenhaus und Pflegeeinrichtungen spürbar zu verbessern. Es ist das Ziel, mit besseren Arbeitsbedingungen, die sich nur mit ausreichend Personal herstellen lassen, und einer flächendeckend angemessene Bezahlung mehr Menschen für den Pflegeberuf zu gewinnen. In den vergangenen Jahren konnte die Personalausstattung der Pflegeheime schon vielfach spürbar verbessert werden. Weitere erhebliche Verbesserungen sind im Zusammenhang mit dem geplanten Pflegepersonal-Stärkungsgesetz ab 1.Januar 2019 sowie mit der bereits gestarteten Konzertierten Aktion Pflege vorgesehen.

Der Generalverdacht gegen private Pflegeheimbetreiber, den Herr Rieger in seinem Schreiben äußert, ist aus Sicht des Bundesgesundheitsministeriums nicht gerechtfertigt.

Vielmehr ist unternehmerischer Vielfalt und ein Wettbewerb der Anbieter in der Pflege durchaus wünschenswert. Pflegebedürftige und ihre Angehörigen sollen frei wählen können zwischen Pflegeanbietern mit unterschiedlichen Profilen und Angeboten. Ohne private Anbieter wird es nicht gelingen, die hohen Investitionen in Pflegeheime und -angebote zu realisieren, die eine immer älter werdende Bevölkerung notwendig machen. Schließlich drängt eine Branche mit großem Fachkräftemangel die Arbeitgeber dazu, gute Arbeitsbedingungen und anständige Löhne anzubieten, um im Wettbewerb bestehen zu können. Die derzeit zu beobachtenden steigenden Löhne in der Pflege sprechen für sich.

Da es in der Pflege vielfach um hilfebedürftige ältere Menschen geht, muss es einen verbindlichen Rahmen geben, in dem über Personalausstattung und Bezahlung verhandelt wird und faire Preisvereinbarungen getroffen werden. Anbieter müssen sich überprüfen lassen und einen korrekten Einsatz der Gelder und Einhaltung von Personal- und Qualitätsvorgaben nachweisen. Die Kostenträger wiederum haben die Pflicht, im Sinne der Beitragszahler einen effizienten Einsatz der Mittel sicherzustellen. Im Gegensatz zu den Ausführungen von Herrn Rieger gibt es dazu seit einigen Jahren verschärfte gesetzliche Regelungen, deren Einhaltung von den Kostenträgern, den Medizinischen Diensten und den Heimaufsichten auch überprüft wird. Klar ist für Bundesgesundheitsminister Jens Spahn aber auch, dass das Fokussieren auf zweistellige Renditeerwartungen für eine Pflegeeinrichtung nicht angemessen wäre. Denn das wäre nur auf Kosten der Versorgungsqualität und damit auf Kosten der Pflegebedürftigen möglich.
Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Doris Berve-Schucht
__________________________________

Referat L 7, Pressestelle
Bundesministerium für Gesundheit
Friedrichstraße 108, 10117 Berlin

Pflegestärkungsgesetz bei Report München ARD

Erst einmal der Link zur Sendung Report München in der ARD falls diese Sendung verpasst wurde, hier kann die Sendung noch gesehen werden.

https://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/index.html

 

Im Jahr 2016 war ich von der Bundesregierung eingeladen an einer Infoveranstaltung teil zu nehmen mit dem Thema Pflegestärkungsgesetz II.

Zur Infoveeranstaltung gab es eine Infomappe, die auf dem Foto zu sehen ist. Während der Infoveranstaltung habe ich meine Bedenken schon kund getan, im Rahmen einer Gruppenarbeit.

Eine Woche später, habe ich nach Durcharbeitung der Infomappe kommuniziert, dass mit den neuen Regelungen vieles falsch laufen wird.

Menschen mit kognitiven Einschränkungen werden nun auch mit Pflegegraden unterstützt. Gut und schön, aber es fehlen Entlastungsangebote für pflegende Angehörige. Wie Tagespflege/ Nachtpflege, Kurzzeitpflege, und das fast in jeder Kommune. Vorläufig ist dort auch keinen Besserung in Sicht.

Aber die leicht körperlich Eingeschränkten mit z.B. Pflegegrad 1 stehen vor Problemen im Bereich Hauswirtschaftsführung, Arztbesuche. Auch um soziales Kontakte pflegen zu können fehlt es an Hilfestellung.

Ja es können Gelder dafür beantragt werden, aber sie stehen den Betroffenen nicht frei zur Verfügung.

Sie können davon keine eigen angestellte Hauswirtschaftskraft bezahlen.

Sie muss lt. Pflegestärkungsgesetz eine pflegerische Ausbildung haben. In meinen  Augen ein großer Quatsch.

Pflegedienste halten nicht immer Hauswirtschaftskräfte vor, die sie selbst schulen, z.B. im Umgang mit Demenz. Außerdem ist die pflegerische/medizinische Versorgung  so eng getaktet, dass keine Zeit fürs Putzen oder Ähnliches über bleibt. Allerhöchstens, wird der Abfall herausgetragen.

Jeder Pflegebedürftige steht da vor einem großen Problem wie Report München gestern zeigte.

Die Stellungnahme von Gesundheitsminister Spahn ist schlecht von älteren Menschen zu verstehen.

Auch haben die Menschen die der Pflege bedürfen, große Probleme mit Anträgen zur Pflege zu Recht zu kommen. Ja es gibt Pflegestützpunkte, aber welcher alleinstehende ältere Mensch macht sich die Mühe im Rathaus an zu rufen um sich nach den Pflegeberatungsstellen zu erkundigen. Wann und wo sie aufgesucht werden können.

Hier in meinem Stadtteil von Krefeld liegt die nächste Beratungsstelle an einem Chemiepark mit Krankenkasse, ca. 4 Bushaltestellen von den Wohngebieten entfernt.

Ich habe mit Menschen gesprochen, die diese Beratungsstellen der Kommune aufgesucht haben, um Pflegeberatung zu bekommen. Diese Menschen fühlen sich schnell überfordert mit den Anträgen und den Beratern in den Pflegeberatungsstellen.

Präventive Maßnahmen einer Kommune, wie zum Beispiel Pflegeberatung werden wohl wichtig. Die Pflegeberatung müsste doch eher bei den Betroffenen zu Hause statt finden, vielleicht auch präventiv.

Zum Beispiel alleinstehende ältere Menschen, oder hochaltrige Ehepaare ab 80 Jahren, wären eine Klientel mit Beratungsbedarf, ob nun Pflege schon nötig ist oder nicht.

In England machen das speziell ausgebildete Pflegekräfte. Sie besuchen die alten Menschen in der Kommune und schauen was nötig ist.

So müsste es in Deutschland auch laufen. Die speziell ausgebildetetn Pflegekräfte sollten dazu befähigt werden.

Wenn es um hauswirtschaftliche Tätigkeiten geht, schreibt Herr Gesundheitsminister Jens Spahn, das hier das Ehrenamt, Nachbarschaftshilfe, Angehörigenhilfe gestärkt werden muss.

Er vergisst dabei, das Menschen der Zukünftigen Generationen sich nicht mehr mit Ehrenamt beschäftigen werden. Ein Grund auch, die Hochsetzung des Rentenalters.

Und wahrscheinlich auch die zu niedrige Renten um sich unbezahlte Ehrenamtsarbeit leisten zu können.

Alles im Allem, 2016 habe ich schon geschrieben, meist in sozialen Medien, dass dieses Pflegestärkungsgesetz nichts bringen werden. Ausser das ein großes finanzielles Loch in den Pflegekassen entstehen werden. Zur Zeit ein Defizit von 3 Millionen Euro.

Deshalb wird der Beitragssatz um 0,3 % Punkte erhöht. Dies deckt meines Erachtens nur das Defizit ab. Aber es können keinen neuen Investitionen getätigt werden.

Denn alle Entlastungsmöglichkeiten für pflegende Angehörige, die noch nicht vorhanden sind, geschweige denn Personal zum Betrieb solcher Einrichtungen vorhanden wäre, müssten ja auch finanziert werden.

https://www.zeit.de/news/2018-06/13/pflegeversicherung-soll-zum-jahreswechsel-teurer-werden-180613-99-706124

Wir brauchen die Bürgerversicherung und dann einen Vollkaskopflegeversicherung. Oder wie in Dänemark, dort ist der Staat zuständig für Pflege und Betreuung.

Ich habe Lösungen, aber wer nimmt Worte einer examinierten Altenpflegerin ernst und wahr?

Erhöhung der Pflegebeiträge und offener Brief von Armin Rieger

Stadtbergen, 16.08.2018

Sehr geehrter Herr Spahn,
wir waren gemeinsam zu Gast bei der Sendung Maisberger. Dort haben Sie mir vorgeworfen, ich würde nichts Konstruktives beitragen, als ich Sie auf Ihre Tätigkeit bei der Lobbyfirma Politas angesprochen habe. Diesen Vorwurf will ich mit diesem Brief entkräften.
Sie wollen mehr Menschen für die Pflege motivieren und neue Arbeitsplätze schaffen. Außerdem wollen Sie ein Mindestgehalt von 3000,00 Euro für Pflegefachkräfte einführen. Dazu soll Ihrer Meinung nach der Beitragssatz für die Pflegeversicherung steigen.
Ich denke, dass dies nicht nötig ist, wenn die Politik dafür Sorge trägt, dass die Gelder, die in die Pflege fließen, auch bei den Pflegebedürftigen und den Pflegekräften ankommen.
Immerhin machte der Branchenriese Korian, zu welchem u. a. die Pflegeheimketten Casa Reha und Curanum gehören, 2017 einen Gewinn von 440 Millionen (440000000) Euro. Der Gewinn der Pflegeheim-Kette Alloheim lag 2017 bei 88 Millionen (88000000) Euro. Diese gigantischen Gewinne sind möglich, da die Vergütungsvereinbarungen zum Betrug einladen.
Bei den Pflegesatzverhandlungen wird mit fiktiven Zahlen verhandelt. Der lukrativste Posten dabei ist das Personal. Hier wird mit Zahlen operiert, die mit den tatsächlichen beschäftigten Mitarbeitern nichts zu tun haben. Es wird auch nicht kontrolliert, ob die Personalkosten mit den tatsächlich vorhandenen Personal übereinstimmen. Hier hauptsächlich beim Hauswirtschaftspersonal gespart. Arbeiten und Leistungen dieser Personalgruppe werden oftmals outgesourct, oder müssen von Pflegekräften übernommen werden. Dies hat zur Folge, dass Pflegekräfte noch weniger Zeit für die eigentliche Pflege haben.
Ändern Sie die Pflegesatzverhandlungen und sorgen Sie dafür, dass nur noch für Leistungen und Personal bezahlt wird, welches auch tatsächlich vorgehalten wird.
Sorgen Sie dafür, dass Pflegesatzverhandlungen mit Bilanzen und Lohnjournalen und somit mit realen Zahlen geführt werden und nicht, wie bisher mit fiktiven Zahlen. Bei den Personalkosten kann dann eine gewisse Gewinnspanne mit eingeplant werden. Dies hätte zur Folge, dass Heime mit viel Personal mehr Gewinn machen, als Heime mit wenig Personal. Wenn dann auch noch die hauswirtschaftlichen Leistungen, welche oftmals an Tochterfirmen vergeben werden, nur noch mit einem relativ geringen Satz vergütet werden, dann lohnt es sich auch für die Heime wieder eigenes Hauswirtschaftspersonal und einen eigenen Koch einzustellen. Außerdem sollte es verboten werden, dass Pflegepersonal fachfremde Leistungen, wie etwa Frühstück und andere Mahlzeiten zubereiten, Waschen Putzen usw. erbringen darf bzw. muss.
Es genügt nämlich nicht mehr Stellen in der Pflege zu schaffen. Es müssen auch die Arbeitsbedingungen so verändert werden, dass der Beruf wieder interessant wird und ein gutes Image erhält. Erst dann wird Ihr Plan Erfolg haben, Pflegekräfte, die dem Beruf den Rücken gekehrt haben, wieder zurückzugewinnen.
Beschneiden Sie die menschenunwürdige Gewinnsucht solcher Träger wie Korian und sorgen Sie dafür, dass die vorhanden Gelder bei den Pflegebedürftigen und beim Personal ankommen. Eine Erhöhung der Pflegebeiträge belastet die Arbeitnehmer und erhöht nur die Gewinne der großen Träger die dann noch mehr Gelder abschöpfen.
Sollten Sie sich für meinen Vorschlag erwärmen können, bin ich gerne bereits Sie mit Rat und Tat dahingehend zu unterstützen.
Da ich auch ein Gegner des derzeitigen Prüfsystems bin und weiß wie bei den Prüfungen getrickst wird, könnte ich auch dazu meine Erfahrungen zur Verfügung stellen.

Mit freundlichen Grüßen

Armin Rieger

Mal wieder einen Nachlese “ Hart aber Fair „

Gestern war wieder Kampftag für mich. Ich kämpfe für eine menschenwürdige Pflege seit 2012 in einer Partei. Bis 2010 habe ich mit Kollegen in der Pflege über die Zustände gesprochen und diskutiert. Alle haben gesagt, dazu müßten Pflegekräfte auch berufspolitisch wirksam werden.

Also Pflegepolitik und Gesundheitspolitik sind mittlerweile meine Steckenpferde. Aus gesundheitlichen Gründen, bin ich aus der Pflege ausgestiegen. Noch im Job, war die Arbeit mit Demenz erkrankten mein Steckenpferd.

Ich kann nicht mehr mit 57 Jahren über Stationsflure oder von Haustüre zu Haustüre rennen.  Rennen und Joggen gehört aber schon zum Berufsalltag als Pflegekraft/ Pflegefachkraft.

Bin im #Pflexit, und die 5000 Euro Prämie für die Rückkehr in meinen Beruf locken mich nicht. Unter diesen Arbeitsbedingungen im Pflegebereich, für mich persönlich, unmöglich.

Da müssen sich erstmal die Arbeitsbedingungen in der Pflege drastisch ändern. Solange die Arbeitgeber in der Pflege uns behandeln, wie Menschen zweiter Klasse, die kein gesellschaftliches, privates, familiäres Leben mehr haben , kommt das für mich nicht in Frage.

 

Die Zeit hängt im Nacken der noch tätigen Pflegekräfte. Ständiges Einspringen, aus dem frei holen. In Urlaubszeiten wochenlangem durcharbeiten, bis kurz vor Zusammenbruch.

Das ist heute Pflege.

Seiner Kunst und Profession nicht gerecht zu werden, nicht genügend Zeit zu haben für die Arbeit mit und am Menschen, frustriert viele,  in der Pflege Tätigen.

Gestern stieß ich auf eine Pressemitteilung der AGVP. ( Arbeitgeberverband Pflege )

http://www.arbeitgeberverband-pflege.de/das-haben-wir-zu-sagen/hoffnung-bei-der-geplanten-generalistischen-altenpflegausbildung-regierung-geht-auf-kritiker-zu-und-verspricht-aenderungen-bei-reform/

Unter anderem fordert der Verband die Herabsetzung der Fachkraftquote und will Pflegeassistenten in 180 Stunden zur Pflegefachkraft machen.

“ Ja wofür habe ich 3,5 Jahre ( 1996-2000 ) damals schon berufsbegleitend die Ausbildung zur Altenpflegefachkraft gemacht? “ ( Fachseminar Pflege der Diakonie in Kaiserswerth )

Diese Frage stelle ich mir seit gestern. Wäre doch gar nicht nötig gewesen.

Herr Greiner vom Arbeitgeberverband Pflege hat alles dies zum besten gegeben, bei „Hart aber fair“.

Was mich sehr aufgeregt hat, das ständige hin und her vom Arbeitgeberverband und Herr Greiner mit Gesundheitsminister Spahn. Sie lobten sich gegenseitig, Lobbyismus in in ausgeprägter Form. Und beide sagten sich Unterstützung zu.

Wer aber braucht Unterstützung?

Für mich an erster Stelle, die Pflegebedürftigen, dann die Pflegefachkräfte und Pflegekräfte allgemein, ob stationär oder ambulant.

Menschenwürdige Pflege im stationären sowie im ambulanten Bereich ist nicht mehr möglich.

Dies wurde deutlich gemacht in der Reportage  “ Was bewegt Deutschland- Hilft denn keiner ? “

Dort wurden verschiedene Vorgehensweisen der Pflege geschildert. Angehörigenpflege sowie Pflege in einer Einrichtung.

Was mich aufhorchen ließ, war das Dorf an der Donau, die eine Seniorengenossenschaft errichtet haben. Mit Tagespflege, wo gemeinsam gesungen und gekocht wird. Tagesausflüge werden angeboten und auch viele Feste werden dort gefeiert. So ähnlich funktioniert das Quarteirkonzept Pflege, oder buurtzorg in den Niederlanden.

https://www.ardmediathek.de/tv/Reportage-Dokumentation/Pflege-Hilft-denn-keiner/Das-Erste/Video?bcastId=799280&documentId=53086846

Dort wurde auch gezeigt, was falsch läuft in der Pflege, und als dann die Diskussionsrunde startete war ich schnell wieder auf 100.

Zum 10 mal habe ich mir die Bausteine des Gesundheitsministers angeschaut, es wird ein langer schwieriger Weg, die Fehler im Pflege- und Gesundheitswesen aus zu hebeln.

Herr Spahn sollte die Teilkaskoversicherung in eine Vollkaskoversicherung umwandeln, so würden einige verknotete Stellen beseitigt.

Oder die GroKo sollte mal darüber nachdenken, ob der Solidaritätszuschlag in einen Pflegesolidaritätszuschlag umgewandelt werde kann, statt in ab zu schaffen.

Es fehlt Geld im System. Wenn wir eine Anhebung der Pflegeversichrungsbeiträge brauchen, dann sollten sie schnell kommen. Und die Kosten dürfen in keinster Weise auf die Pflegebedürftigen bzw. auf deren Angehörige abgewälzt werden.

Wir brauchen mehr Menschen die sich in der Pflege ausbilden lassen. Hauptschüler können zuerst die Ausbildung zum Pflegeassisten machen, nach zwei Jahren im Beruf sollte die Möglichkeit geschaffen werden, noch eine Ausbildung zur Pflegefachkraft machen zu können. Der Arbeitgeberverband Pflege fordert die Fachkraftquote zu senken. Falscher Weg, der Menschenleben kostet würde.

Eine Ausbildungsreform wurde nun auf den Weg gebracht, die aber nicht ausgereift ist.

Die Generalistik und die Akademisierung lässt auf sich warten. Generalsitik light wird kommen. Zwei Jahre werden alle Pflegekräfte gemeinsam ausgebildet und ein Jahr soll eine Spezialisierung in die unterschiedlichen Pflegebereichen möglich sein. Auch der Weg zur komplett generalistisch ausgebildeten Pflegefachkraft wird etabliert.

Hier geht es um die Berufsbereiche:

-Krankenpflege- Kinderkrankenpflege

-Gesundheits- und Krankenpflege

-Altenpflege

In den USA zum Beispiel ist Pflege ein Studium, wie in vielen europäischen Ländern auch. Nur Deutschland will den Beruf der Pflegefachkraft nicht adäquat in ein Studium legen. Und dafür muss Deutschland sogar an die europäischen Union Strafe zahlen. Ohne Generalistik und ohne Akademisierung bleibt die Pflege in Deutschland minderwertig, gegenüber den Pflegefachkräften in Europa. Denn bei uns ausgebildete Pflegefachkräfte können deshalb, in Zukunft, nicht im europäischen Umland arbeiten.

Aber die Akademisierung  ist nötig, die Pflegewissenschaften wollen auch nicht umsonst gearbeitet haben, um die Pflege noch mehr zu professionalisieren und zu verwissenschaftlichen. Was gut und richtig ist. Denn wir Arbeiten für Menschen die gesundheitliche oder altersbedingte Einschränkungen haben. Dies verlangt dann eine wirklich wissenschaftlich fundierte Ausbildung bzw. Studium.

Pflegende Angehörige

Pflegende Angehörige wäre für mich ein Teilbereich und müsste eine andere Aufmerksamkeit bekommen. Pflegenden Angehörigen droht Altersarmut, da sie oft ihren Job aufgeben um für Mutter, Vater, Oma und Opa da sein zu können.

Die pflegenden Angehörigen, ob mit Unterstützung eines Pflegedienstes oder ohne, haben in meine Augen den größten Respekt verdient.

Bekommen es aber nicht entlohnt und gedankt. Das die Pflegenden nicht so viel erwarten sollten an Entlohnung, wie bei der professionellen Pflege steht auf der Hand. Obwohl es von manchen pflegenden Angehörigen gefordert wird. Das würde aber auf Kosten der professionellen Pflege gehen.

Die pflegenden Angehörigen leisten dem Pflege- und Gesundheitswesen einen großen Dienst. Sie sparen der Pflegeversicherung horrende Summen und somit auch dem Steuerzahler.

Nichts desto Trotz müssen auch dort Fortschritte her. So wie im Wahlprogramm Gesundheit, meiner Partei niedergeschrieben steht.

Zum Beispiel ein Pflegegrundeinkommen, und/oder auch Rentenantwartschaften sollten die pflegenden Angehörigen bekommen. Altersarmut muss vermieden werden, wenn sich für die Familie aufgeopfert wird.

https://www.piratenpartei.de/mission/wahl-und-grundsatzprogramme/wahlprogramm-btw2017/gesundheitspolitik/

 

Fortsetzung

Herr Schober Pflegeexperte hat mir dagegen sehr gut gefallen., er hat erkannt, das es ein harter und steiniger Weg wird,. Um alles was in den letzten Jahrzehnten falsch gelaufen ist, ins positive zu wenden.

Silke Behrend ( Name hoffentlich richtig geschrieben), Pflegefachkraft hat auch einiges auf den Punkt gebracht.

Unter anderem dass das Pflegestärkungsgesetz für noch mehr Aufwand und zusätzliche Arbeit gesorgt hat. Und auch für Verwirrung. Und das mit einer Mindestbesetzung die zum Himmel schreit.

Was mich mittlerweile wundert, das Examnierte Kräfte tatsächlich nur noch Behandlungspflege, Arztvisiten, alles rund um Medikationen machen und weniger am Bett stehen.

Das ist gut, denn sie haben eine große Verantwortung.

 

Beitragsbild mit Erlaubnis des „Pflege-Bildungszentrums an der Filderklinik (PBZ)“

Foto: Andrea Meyer