Deutscher Pflegetag in Berlin vom 15.03.2018 bis 17.03.2018

Meine Reise zum Deutschen Pflegetag in Berlin begann holprig, als erstes habe ich mein Handy unbrauchbar gemacht, für mehrere Stunden, dann war mein Hotelzimmer storniert, weil ich eine E-mail übersehen habe. Ich bekam trotzdem ein Zimmer für drei Nächte, welches mir locker das doppelte kostete.

 

Na ja aus Schaden wird man klug.

Leider war meine persönliche Planung für den deutschen Pflegetag dann schon obsolet.

Ich konnte Herrn Jens Spahn Auftagtrede nicht mit verfolgen, aber die Menschen die ich dort traf, waren weniger begeistert und in keinem Fall hoch erfreut.

Neben dem Kongress und den vielen Vorträgen gab s auch eine kleine Messe, dort stellten  Krankenhäusern und Softwarefirmen über das BMG  Bundesmnisterium Gesundheit und des Bundesministeriums für Bildung und Forschung und viele andere zum Thema Pflege und Gesundheit gehörende Bereiche aus. Insgesamt 63 Aussteller.

Darunter auch der Deutsche Pflegerat, dem Andreas Westerfellhaus bis vor kurzem vorstand.

Nun ist er seit gerade eben Bundespflegebeauftragter, und ich bin mir sicher das er die Sorgen der Pflege wahrnimmt und bearbeitet.

Dazu habe ich mit Andreas Westerfellhaus ein Gespräch führen können, welches er mir per twitter am 14.03.2018 anbot.

“ Die Pflege muss sich nun in Geduld üben, es kann nicht alles von heute auf Morgen passieren aber am nächsten Mittwoch geht die Arbeit los.“

Er interessierte sich für die Positionen der Piratenpartei rund um Pflege und Gesundheit, und versprach weiter mit mir in Kontakt zu bleiben.

Frau Scharfenberg ( ex MdB der Grünen ) traf ich auch, wir kennen uns aus den Sozialen Medien, und haben ein gutes Gespräch geführt, und sie freute sich eine facebookfreundin in real zu treffen.

Wir beide waren uns einig das schnellstmöglich in der Pflege was geändert werden muss.

Sie pledierte auch dafür das dies am besten Partei übergreifend geschehen muss. Da konnte ich ihr nur Recht geben.

Viele andere Persönlichkeiten die sich mit Gesundheit und Pflege beschäftigen traf ich auch.

Dies wird näher beschrieben im Blog  der Piratenpartei Berlin.

https://berlin.piratenpartei.de/allgemein/bericht-vom-pflegetag-es-fehlt-der-regierung-leider-an-sachkunde/

Ich möchte hier mehr auf die Vorträge eingehen.

Den ersten Vortrag den ich mir anhörte war von einem Mitstreiter aus der AG Gesundheit und Pflege der @Piratenpartei, ein Tip. Dem bin ich gefolgt.

Magnetkrankenhäuser – attraktiv nicht nur für Pflegende“

Vieles wurde in diesem Vortrag in Englisch gesprochen. Magnetkrankenhäuser sind seit den 1980er Jahren in den USA etabliert, in vielen anderen Ländern der Welt auch.

In Europa gibt es nur eins, in Belgien.

Hier eine von vielen Definitionen für das Magnetkrankenhaus:

„Magnetkrankenhaus – Definition ein Haus, in dem Pflegende mit hoher Fachkompetenz exzellente Patientenergebnisse erzielen und die Pflegenden selbst eine große Zufriedenheit und eine geringe Fluktuationsrate aufweisen. Magnethospitäler zeichnen sich durch eine offene Kommunikation zwischen den Berufsgruppen und einem angemessenen Personalmix aus. Beides zielt darauf ab, das bestmögliche Arbeitsumfeld für die Mitarbeiter und die besten Ergebnisse bei Patienten zu erreichen. “

Über alle Berufsguppen hinweg organisierte Arbeitsstelle, das heißt alle Personen die an der Pflege und Gesundung von Patienten tätig sind, sind eng vernetzt, in diesem Haus. So das zum Beispiel sehr früh mit Rehabilitationsmaßnahmen begonnen wird,  nach Einsatz einer Hüftprothese.

Auch in Deutschland wird es an ein bzw. zwei Krankenhäusern getestet.

Am Freitag besuchte ich den Vortrag: “ Pflege macht Politik. „

Moderatorin war Kerstin Werner.

Frau Mechthild Rawert ( ex MdB SPD ) sprach zum Thema, Pflegende politisieren! Lobbyismus und Strategie.

Sie erwähnte unter anderem den Weltfrauentag und den Gender pay gab, der sich auch auf die Rente von Frauen auswirkt, das Frauen im gleichen Job immernoch weniger vedienen als Männer die in der selben Branche tätig sind.

Sie sagte, Lobbyismus ist, sich wirksam einmischen und Lobbyismus bringt Macht und fördert interdizipliniertes Arbeit.

Selbstbestimmung der Pflege durch eine Bundespflegekammer wird wichtig, dadurch mehr Durchsetzungsvermögen und Empowerment.

Die Pflege unterschätzt ihre Macht.

Dies  sagte Herr Franz Wagner Vorsitzender des Deutschen Pflegerates dazu:

„Wir sind nicht Opfer und Objekte, wir haben Macht.“ DPR-Präsident und DBfK-Bundesgeschäftsführer Franz Wagner appelliert in seiner berufspolitischen Grundsatzrede auf dem Deutschen Pflegetag an das Selbstbewusstsein der Pflegefachpersonen. „Ich wünsche mir viel mehr Bewusstsein der Machtposition von den Pflegenden. Suchen Sie sich einen guten Arbeitsgeber, das gibt auch Druck ins System“, appellierte er. Und weiter: Unsere Maxime muss sein, dass ohne uns nicht mehr über uns geredet und entschieden werden soll.

Zweiter Teil des Vortrages wurde von Sandra Mantz gehalten, sie ist aus der Altenpflege.

Hier ein youtube Beitrag von ihr, nicht vom Pflegetag aber sie sagte nichts anderes.

 

Sie hat mir Gänsehaut verursacht, weil sie vieles gesagt hat, was uns in der Pflege fehlt.

Und ich habe aus ihrem Vortrag für mich persönlich etwas entdeckt, was mir bis jetzt noch nicht aufgefallen war. Und es ist positiv für mich gewesen.

 

Diese beiden Vorträge habe ich mir am Freitag den 16.03.2018 angehört.

Nun zu meinem Lieblingsthema: Alt wollen wir alle werden, aber wie? Neue Aufgaben für Kommunen. So der Titel des Vortages.

Hier ging es um Quartierkonzepte in der Pflege.

Da liegt für mich die Zukunft des älter werdens. Ich habe schon sehr viel über Quartierkonzepte Pflege gehört, gelesen, auch schon mit mehreren fachkompetenten Menschen diskutiert.

Dies hat viel mit Vernetzung zu tun.

Beispiel:

Ein Pflegedienst, ein Seniorenheim, eine Apotheke und eine Physiotherapiepraxis liegen in einem Stadtviertel, nah beisammen.

Auch in der Nähe vielleicht eine Tagesklinik und eine Tagesstätte für Senioren. Auch noch eine zweite oder dritte Senioreneinrichtung wäre von Vorteil oder auch ein Mehrgenerationen Haus.

Eine Vernetzung zwischen diesen Institutionen und noch ein bis zwei Hausarärzte ( Allgemeinmediziner) wären von Vorteil.

Dazu ein Pool von Ehrenamtlern und schon kann die Vernetzung starten.

Dazu kommt ein “ Kümmerer“ der alles koordiniert.

In den Niederlanden wird das [1] buurtzorg Konzept schon etwas länger gefahren, mit großem Erfolg.

Mit der Vernetzung können auch durch Präventivbesuche, Pflegebürftigkeit, vermieden oder hinausgezögert werden.

Auf dem ländlichen Raum, wird noch weiter gegangen. Dort bringt man den Senioren die Computertechnik nahe, und wie sie diese Technik für sich nutzen können. Dies wird natürlich bei den zukünftigen älteren Menschen nicht mehr nötig sein. Ich sage da nur die Babyboomer, die kennen sich zum größten Teil mit Computertechnik aus.

Zum Beispiel, eine App nutzen die eine Mitfahrgelegenheit bietet, um zum Arzt zu kommen, der unter Unständen kilometerweit entfernt ist.

Oder die Einkaufsliste zum Geschäft mailen, und sich dann das Eingekaufte liefern lassen

Kommunalpolitisch beschäftigte ich mich auch in Krefeld damit. Die Stadtverwaltung hat Fördergelder für ein Projekt Quartierskonzept Pflege gestartet. Dies läuft noch.Ich habe es per Anfrage für den Stadtteil  Uerdingen ( Krefeld)  beantragt.

Habe eine negative Antwort bekommen, ich warnte gleichzeitig davor, dass der demografische Wandel neue Konzepte von der Kommune fordern wird, und wir früh genug vorbereitet sein sollten.

Auf einer Bürgerveranstaltung der Stadt im Stadtteil wurde dann von Seiten der Verwaltung ein Quartierkonzept Pflege vorgestellt.

Gute Ideen werden halt genutzt.

[1] https://agile-verwaltung.org/2016/03/02/buurtzorg-beispiel-fuer-die-neuerfindung-von-organisation/  ( buurtzorg )

https://www.awblog.at/buurtzorg-vom-notstand-in-der-pflege-zur-sozialen-innovation/

https://www.pflegekongress.at/html/publicpages/148059844529857.pdf

 

 

 

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